Sony hat auf der diesjährigen E3 endlich offiziell den Nachfolger der PSP vorgestellt. Aus der Next Generation Portable wurde PlayStation Vita. Wie für Sony üblich ist es ein kleines Powerhäuschen.
Spezifikationen
- 4-Kern ARM Cortex A9 CPU
- 4-Kern AGX543MP4+ GPU
- 5 Zoll kapazitiver OLED Multi-Touchscreen (12,7 cm) mit 960×544 Pixel @ 220 ppi
- kapazitives Multi-Touchpad auf der Rückseite
- WLAN: IEEE 802.11 b/g/n Standards
- 3G-Modem (im 3G-Modell)
- Bluetooth 2.1
- GPS-Modul
- gyroskopische 6-Achsen-Bewegungserkennung
- Kameras auf Vorder- und Rückseite
- Mikrofon
Software
Anders als bei PSP und PS3 wird die XrossMediaBar auf PlayStation Vita nicht zum Einsatz kommen. Man hat sich für ein auf Touch orientiertes Design entschieden: LiveArea.

Mit dabei sind Funktionen für Social Networks und Trophäen. Mit Hilfe der GPS- und 3G-Funktionen können Spieler mittels “Near” in unmittelbarer Nähe gefunden werden. Dazu kommt noch eine Funktion, die von Sony “Party” getauft wurde. Es ermöglich mit Spielern über das eingebaute Mikrofon (oder per Headset) mit Freunden im PSN zu “telefonieren”, und zu sehen welche Spiele diese gerade spielen und auch weiterzusprechen während man spielt.
Mobilfunk via 3G
Da PlayStation Vita (wie dekliniert man das Teil überhaupt?) in zwei Varianten daherkommt – nämlich einer Wi-Fi only und einer 3G-Version – muss es auch einen Dienstanbieter für den Mobilfunk geben, der einen Datentarif dafür anbietet. In den USA ist das AT&T mit tausenden von Hotspots. Welcher Anbieter in Europa, ganz zu schweigen Deutschland, sich dafür verantwortlich zeigen wird ließ Sony noch im Raum stehen. Gut denkbar, dass es die Telekom wird, aber mal schauen.
Spiele
Wie von Sony nicht anders zu erwarten gibt es auch für PlayStation Vita wieder ein eigenes Format für Spiele: NVG Card. Diese ist zwischen 2 und 4 GB groß (größere sollen folgen) wovon 5-10 % für Spielstände und Patches vorgesehen sind. Ein optisches Laufwerk (wie bspw. UMD) ist nicht vorgesehen. PSP Spiele aus dem PSN Store sind aber weiterhin kompatibel. Über internen Speicher und externe Erweiterungsmöglichkeiten ist aber noch nichts bekannt.
Sony räumt den Spieleentwicklern mittels des Touchscreens und -Pads auf Vorder- und Rückseite, den beiden Kameras und der Bewegungssteuerung viele neue Möglichkeiten ein Spiele mit neuen Steuerungskonzepten zu entwickeln. “Augmented Reality” ist hier das Stichwort. Durch die Bewegungssteuerung kann durch einen virtuellen Raum navigiert werden. Oder man kann mit Hilfe des Touchpanels auf der Rückseite in die Spielwelt eingreifen und den Boden anheben.
Sony plant außerdem Spiele für PS3 und PSV zu entwickeln (oder entwickeln zu lassen, liegt ganz im Gutdünken der Entwickler) die miteinander interagieren können. In einer Demo von Wipeout wurde bereits demonstriert, wie PS3 und PSV Spieler am selben Spiel teilnahmen.
Bemerkenswert ist außerdem, dass Metal Gear Solid Godfather Hideo Kojima eine PSV Demo von MGS4 demonstrierte, die ohne großartige Anpassungen ruckelfrei abgespielt werden konnte. Darin äußerte sich schon früh die Absicht Wohnzimmer und on-the-go zerfließen zu lassen. Muss man das Haus verlassen speichert man auf der PS3 sein Spiel, nimmt PlayStation Vita mit und spielt darauf unterwegs weiter. Eine super Idee wie ich finde!
Bereits angekündigte Spiele
- Uncharted: Golden Abyss
- Hustle Kings
- Everybody’s Golf Next
- Killzone
- Wipeout 2048
- Resistance
- Little Big Planet
- Call of Duty
Weitere Spiele außerdem hier.
Ausblick
Sony gab an noch Ende dieses Jahres eine Veröffentlichung von PlayStation Vita anzustreben (trotz Fukushima). Der Preis für das Gerät soll – ähnlich wie der Nintendo 3DS – bei 250 EUR liegen, 300 EUR für die Variante mit 3G.
[...] schon Demos gezeigt wurden, die MGS4 praktisch unverändert auf der Vita ausgeführt haben. Die Rechenpower wäre vorhanden, aber warum Sony die PS2 im Nachhinein so knechtet, obwohl sie den Siegeszug der [...]