Okay, das ist ein Thema, für das ich den letzten Artikel nicht einfach nur update, weil das schon wieder viel zu groß werden wird.
Final Fantasy est mort, vive le Final Fantasy
22 12 2011Kommentare : Kommentar schreiben »
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Japaner beschweren sich über Final Fantasy XIII-2?!
22 12 2011
Ich glaub es hakt! Den Japanern ist Final Fantasy XIII-2 nicht linear genug.
Sowas hätte ich normalerweise nur von verwöhnten Westweltlern erwartet, aber von den Japanern selbst?! Das Spiel ist noch nicht mal eine woche draußen und schon wird es von den Fans verrissen. Und dabei hat Square Enix mit Final Fantasy XIII-2 doch so sehr versucht den Wünschen und Rufen der Fans gerecht zu werden und das Spiel genau nicht zu linear zu machen. Also wenn das der Dank dafür ist, dass man sich Feedback zu herzen nimmt, dann kann ich mir vorstellen, dass es immer schwieriger wird die Fans glücklich zu machen. Sogar die Xbox 360 Version ist technisch auf demselben Level wie die PS3 Version, was ja das letzte Mal nicht der Fall war. Da half wohl auch die Bewertung der Famitsu (40/40) nicht mehr viel (wobei man auch sagen sollte, dass die Punktebewertung bei SE Spielen generell immer hoch ausfällt. HMMMMMM…! Haben da etwa die Illuminaten was damit zu tun?!).
Es könnte natürlich auch durchaus sein, dass es sich hier um eine Diskrepanz zwischen japanischen und westlichen Fans handelt. Westliche Fans haben anscheinend gerne mehr Freiheit beim Rundgang durch eine Spielwelt. Sicherlich ein Effekt, der durch westliche Rollenspiele mit großen Spielwelten geprägt ist (wie z. B. dem nicht vor all zu langer Zeit veröffentlichtem Skyrim).
Wohingegen japanische Fans lieber eine lineare Geschichte erzählt bekommen. Oder sie haben sich an die Spielweise des Vorgängers gewöhnt und erwarteten dementsprechend das gleiche vom Nachfolger? Ich bin gespannt was nach dem 3. Februar 2012 die westlichen Fans sagen werden. Obwohl ich mir nicht allzu große Hoffnungen mache, denn seit Final Fantasy XIII liegt ja bekanntlich einiges im Argen.
Und “Fans” sind im allgemeinen bei mir sowieso auf demselben Level wie V-Männer bei der Polizei mit dem Intellekt und der nicht vorhandenen Fähigkeit zu differenzieren wie ein Milchbrötchen mit Furzknoten. Und damit mein ich all diejenigen, die sich das hier grad durchlesen und schon Gedanken über einen abwertenden Kommentar oder Flame machen: bei einem IQ von 6 grunzt die Sau. Alle anderen sind gern dazu eingeladen mir ihre Meinung mitzuteilen. Wir sind doch hier nicht bei ZebraConnection
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Wenn’s mit dem einen Verbot nicht klappt, klatsch eins drüber
15 12 2011Das soll mir echt mal einer erklären: Erst werden die Raucher aus den Gaststätten gescheucht und dann werden denen im Winter draußen jetzt auch noch die Heizpilze weggenommen.
Falls einem der Begriff nichts sagt, das sind diese Heizstrahler in Laternen- bzw. “Pilzform”, die mit Strom oder flüssigem Propangas Wärme erzeugen.
Speziell in der Außengastronomie erfreuen sich diese großer Beliebtheit, weil man dann selbst bei dem saukalten Wetter gerne mal draußen sitzen bleibt. Den Grünen in Koblenz ist das aber ein Dorn im Auge. Die Wärmespender sollen angeblich im Jahr genauso viel CO2 in die Luft pusten wie ein Auto oder ein Einfamilienhaus. Stattdessen werden Wolldecken vorgeschlagen. Steinzeit oder was?
Vielen Unternehmern ist die Investition in die Decken skurrilerweise allerdings zu teuer, sie hätten ja schon die Heizpilze angeschafft. In Nürnberg, Stuttgart, Köln und anderen Städten wurden sie schon verboten. Grundsätzlich ist ja nicht dagegen zu sagen, wenn man unser eh schon verhunztes Klima noch retten will, aber ich muss bei dieser “Verbotsgesellschaft” in der wir heutzutage leben doch fazialpalmieren. Ja ja, unsere lieben Politiker und ihre maximale Gehirnleistung zwischen zwölf und Mittag.
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Von Alkohol, Facebook, gescheiterten friedvollen Protesten und demolierten S-Bahnen
15 12 2011Da war mal wieder ein Genialist am Start: Ein Facebook User hat über das soziale Netzwerk ein letztes Mal vor dem Inkrafttreten des allgemeinen Alkoholverbots in Münchner Bahnen zu einem (Achtung, festhalten) “stillen” Protest aufgerufen.
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Sony lernt aus dem PSN Hack
19 09 2011Nein, ehrlich! Tun sie wirklich! Allerdings anders als man zuerst vermuten würde. Wie die BBC UK berichtet:
“Sony is preparing to ban gamers from the PlayStation Network (PSN) unless they waive the right to collectively sue it over future security breaches.”
Was auf Deutsch nicht weniger heißt wie:
“Sony plant Spieler aus dem PlayStation Network (PSN) auszuschließen, wenn sie nicht auf das Recht verzichten, gegen zukünftige Sicherheitsverstöße Sammelklagen einzureichen.”
Ich glaub ich fön… Nicht nur, dass Sony damit ultimativ seine maßlose Dekadenz krönt, jetzt berauben sie auch noch Kunden ihrer Rechte, nur weil sie zu dumm sind ihre Server nach Industriestandards abzusichern. Da ändern sie jetzt die PSN AGBs, dass man nicht mehr gegen sie Klagen darf anstatt nachzubessern. Super, echt super. Sollte man dann sonst noch irgendwelche Probleme mit Sony haben muss man erst mal mit nem Schlichter, den sich Sony aussuchen darf, zu keiner Einigung kommen, bevor man eine Klage einreichen darf.
Wenn ihr euch das nächste Mal ins PSN einloggt werdet ihr entweder den neuen AGBs zustimmen müssen oder ihr könnt euch einfach nicht mehr einloggen. Eine Klausel zum “opt-out” gibt es auch, also lest die neuen AGBs durch, wenn euch euer Sammelklagenrecht was wert ist. Den neuen müsst ihr dazu aber trotzdem erst mal zustimmen.
Den Sinn: erkenn ich nicht. Aber anscheinend denken sich die Top-Manager jetzt, dass ihr armes Konzernchen genug geblutet hat. Ich finde aber für solche Unverschämtheiten sollten sie noch mehr bluten als für den Hack, solche Klauseln sind ja schon fast wieder Kriminell!
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“Hast du die App zum Telefonieren schon gefunden?”
3 08 2011Seit Apple mit dem iPhone den Smartphone-Bomm angeregt hat und immer mehr Mitbewerber auf den Markt treten haben auch immer mehr Leute ein Smartphone. Auch die Benutzung von Apps und Internet wird immer beliebter. Handys können immer mehr und werden damit zu de facto Alleskönnern. Sie können sogar schon so viel, dass Telefonieren anfängt unter den Tisch zu fallen.
Es beginnt: viele Smartphone-Besitzer ist die Telefonfunktion völlig egal! Das hat die Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Aris im Auftrag des IT-Branchenverbandes BITKOM ergeben. Schon 3 % der Smartphone-Besitzer sollen mit ihrem Mobiltelefon nicht mehr telefonieren, sondern über Online-Kanäle kommunizieren. Damit ist wohl hauptsächlich E-Mail oder Facebook gemeint. Logisch, da für mobile Internetangebote auch kräftig die Werbetrommel gerührt wird.
Da muss ich mich ja schon fast als Gegen-den-Strom-Schwimmer outen, denn ich telefoniere noch, trotz der Tatsache, dass ich auch ein Smartphone habe (ja, ich hab die Telefon-App gefunden, jetzt hört endlich auf so dumm zu fragen). Ich nutze sogar noch traditionelle SMS! Schockschwere Not! Aber ich will versuchen ernst zu bleiben. Wenn ich mal ein Foto verschicken will, schieß ich das auch mit dem Handy und verschicke es per E-Mail (oder an Facebook wenn ich es mit mehreren gleichzeitig teilen möchte).
Die Möglichkeit die ohnehin schon umfangreichen Einsatzmöglichkeiten heutiger Mobiltelefone zusätzlich zu erweitern – mit Apps – dürften wohl für den Siegeszug über traditionelle Handys verantwortlich sein. Und gleichzeitig für den Verfall des eigentlichen Grundnutzens. Ich sehe selber genug junge Leute die viel mehr auf ihren Smartphones “rumtouchen”, um irgendwas auf Facebook zu posten, SMS zu schreiben oder Spiele zu spielen. Was damals die SMS war ist heute Facebook. Und für Facebook braucht man Internet. Und weil ein Laptop zu klobig ist, nimmt man ein Smartphone mit Internet für die Hosentasche. Und siehe da: Telefonieren wird unnütz.
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Und ihr dachtet C ist für Nerds
5 01 2010Vorgestellt: esoterische Programmiersprachen
Okay, viele von euch wissen, dass ich derzeit eine Ausbildung zum Programmierer mache. Wenn die meisten Leute an Programmierer denken, dann haben sie das Bild eines pubertierenden, aknegeplagten 16-18 Jährigen im Kopf, der in seinem Leben nichts anderes als den Computer kennengelernt hat. Das liegt aber meistens nur an den klischeehaften Negativbeispielen, als die sich manche tatsächlich in die Öffentlichkeit trauen.
Wozu braucht man so was kompliziertes wie eine Programmiersprache überhaupt?
Zuerst einmal: Computer sind dumm! Punkt. Sie wirken nur so schlau, weil die Programme die sie ausführen eigentlich die Schlauen sind. Der Computer führt sie nur stur aus und spurt je nach dem, was ihm die Programme sagen was er machen soll.
Ein gerne herangezogenes Beispiel der Funktionsweise von Programmiersprachen ist das sog. Hallo Welt-Programm, das in fast jeder Sprache umgesetzt werden kann. Ein Beispiel in C++ (wer eine genaue Erklärung haben will soll einen Kommentar hinterlassen):
#include
using namespace std;
int main ()
{
cout << "Hello, world!\n";
}
Ergebnis: Eine schwarze Box mit dem Schriftzug Hello, world!
Okay, vielleicht ist er nicht ganz so dumm. Es gibt noch immer Situationen in denen er sagen kann “Öh, kann ich nicht machen, darf ich nicht machen” und das ist dann der Moment in dem ein Programm in unserem Verständnis abstürzt. Ärgerlich, aber weniger eine Laune der Informationstechnik.
Viel mehr ist es ein Fehler der sich entweder aufgrund der Logik der Programmiersprache (eine Einschränkung bzw. Regel der Paradigmen der betreffenden Sprache) eingeschlichen hat oder einfach ein Fehler der dem Programmierer zur “Design-Zeit” nicht aufgefallen ist. Bestes Beispiel hierfür ist eine Division durch 0. Eine solche Division muss nicht mal direkt auftreten, sondern kann das Resultat einer Verkettung von Berechnungen sein. Tritt eine solche auf stürzt das Programm ohne weitere “Vorsichtsmaßnahmen” von Seiten des Programmierers schlicht ab, weil es nicht mehr weiter weiß und verwirrt ist. Wenn der Debugger (die Fehlerpolizei der Sprache)schlau genug ist, wird es das Programm mit einer Fehlermeldung beenden. Helfen tut das dem Anwender natürlich nichts.
Viel ekliger sind allerdings Endlosschleifen. Eine Schleife in einer Programmiersprache dient dazu, eine Reihe von Anweisungen an das Programm mehrmals durchzuführen. Passt man bei der Formulierung einer Schleife nicht auf, steigt die Wahrscheinlichkeit einer solchen Endlosschleife. Und wer jetzt mitgedacht hat weiß schon, warum Endlosschleifen eklig sind: sie hören nie auf sich zu wiederholen. Das äußert sich dem Anwender meist dadurch, dass er stundenlang auf eine Sanduhr gucken darf oder das Programm selbst nach mehrmaligem Klicken keine Reaktion mehr zeigt. Der Grund ist nicht etwa, dass es nichts mehr tut, wie es auf den ersten Blick scheint, eher das Gegenteil: es arbeitet sich zu Tode. Und genau das passiert bei Endlosschleifen, das Programm “hängt sich auf”.
Auf die reale Welt bezogen sähe eine Endlosschleife etwa so aus: Ihr sucht in einem Glossar das Stichwort “Endlosschleife” und findet es mit dem Verweis “Endlosschleife – siehe Endlosschleife”. Rein logisch gesehen würdet ihr jetzt sagen “Soll das jetzt ein Witz sein?” aber auf so was kommt ein Computer von selbst nicht. Würde ein Computer in dem selben Glossar nach dem Eintrag “Endlosschleife” suchen und den Eintrag finden mit einem Verweis “siehe Endlosschleife” sucht er erneut nach Endlosschleife, findet den Eintrag, folgt dem Verweis, sucht nochmal, findet den Eintrag, folgt dem Verweis, sucht nochmal…
Ihr seht, das kann man endlos fortsetzen und deshalb sind Endlosschleifen eklig!
Aber ich schweife ab. Kurz und bündig: Man braucht Programmiersprachen, um den Computer so schlau zu machen für wie schlau wir ihn sonst auch halten!
Okay, aber was ist jetzt eine “esoterische” Programmiersprache?
Esoterische Programmiersprachen dienen keinem praktischen Nutzen. Sie sind eher ein Akademiker-Scherz oder haben ein theoretisches Ziel. Als Akademiker-Scherz kann man die Sprache Brainfuck sehen.
Ein Hallo Welt-Programm in Brainfuck:
++++++++++[>+++++++>++++++++++>+++>+<<<<-]
>++.>+.+++++++..+++.>++.<<+++++++++++++++.
>.+++.------.--------.>+.>.
Ergebnis: Eine schwarze Box mit dem Schriftzug Hello, world!
Würdet ihr mir glauben, dass diese scheinbar sinnfreie Anreihung an Plus- und Minuszeichen tatsächlich ein Programm ist? Wahrscheinlich nicht, weil es nicht nach dem Codebeispiel aussieht, das ich euch zu Anfang gezeigt habe. Welches kranke Hirn hat sich diese Sprache nur ausgedacht, mögt ihr euch vielleicht denken? Kleiner Tipp für Fernsehwerbungskundige: “Werr hatt’s errfunden?” Das Ziel hinter Brainfuck war sog. Turing-Vollständige Sprache zu kreieren, die einen möglichst kleinen Compiler hatte (das Programm, das aus diesem Wirrwarr ein Programm macht, dass man mit einem Doppelklick starten kann – ganz recht: Ein Programm, das ein Programm macht). Alles so klein wie möglich zu halten ist eine beliebte Erbsenzählerei unter Programmierern, um nicht zu sagen eine beliebte Disziplin.
Dagegen einfacher und eher zur Belustigung, ein Hallo Welt-Programm in LOLCODE:
HAI
CAN HAS STDIO?
VISIBLE "HAI WURLD!"
KTHXBYE
Ergebnis: Eine schwarze Box mit dem Schriftzug HAI WURLD!
Persönlich finde ich LOLCODE reizend, weil es meinen Humor ganz gut trifft: Hauptsache sinnlos! Außerdem wurde diese esoterische Programmiersprache von den lolcats abgeleitet, die ich ebenfalls zum Schießen finde!
Und wozu jetzt das ganze hier?
Ich hoffe ich konnte den ein oder anderen davon überzeugen, dass es vieeeeel schlimmer geht, was Programmiersprachen angeht und dass programmieren auch ganz lustig sein kann.
In dem Sinne,
Cheers
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