Fuck you, GEMA!

28 03 2012

Es gibt einen recht einfachen Weg von der GEMA blockierte Videos trotz Sperre auf YouTube anzuschauen. Ich lass mal diesen billig zusammengefriemelten Comic für sich sprechen:

ProxTube für Firefox herunterladen!

Was ProxTube macht ist die Proxy-Settings im Firefox kurzzeitig zu ändern, sodass YouTube denkt, ihr schaut das Video nicht in einem Land in dem “das Video nicht verfügbar” ist. Der Warnhinweis kann in den Add-on Einstellungen abgeschalten werden.

Sorry, für Chrome hab ich auf die Schnelle nichts vergleichbares gefunden. Wer Tipps hat: immer her damit, ich füg’s dann nachträglich ein. Für Chrome gibt’s ProxMate, das auch bei mehr als nur YouTube funktioniert.

Jetzt kann man auch wieder solche Klassiker anschauen wie dieses Video hier.





Wenn’s mit dem einen Verbot nicht klappt, klatsch eins drüber

15 12 2011

Das soll mir echt mal einer erklären: Erst werden die Raucher aus den Gaststätten gescheucht und dann werden denen im Winter draußen jetzt auch noch die Heizpilze weggenommen.

Falls einem der Begriff nichts sagt, das sind diese Heizstrahler in Laternen- bzw. “Pilzform”, die mit Strom oder flüssigem Propangas Wärme erzeugen.

Speziell in der Außengastronomie erfreuen sich diese großer Beliebtheit, weil man dann selbst bei dem saukalten Wetter gerne mal draußen sitzen bleibt. Den Grünen in Koblenz ist das aber ein Dorn im Auge. Die Wärmespender sollen angeblich im Jahr genauso viel CO2 in die Luft pusten wie ein Auto oder ein Einfamilienhaus. Stattdessen werden Wolldecken vorgeschlagen. Steinzeit oder was?

Vielen Unternehmern ist die Investition in die Decken skurrilerweise allerdings zu teuer, sie hätten ja schon die Heizpilze angeschafft. In Nürnberg, Stuttgart, Köln und anderen Städten wurden sie schon verboten. Grundsätzlich ist ja nicht dagegen zu sagen, wenn man unser eh schon verhunztes Klima noch retten will, aber ich muss bei dieser “Verbotsgesellschaft” in der wir heutzutage leben doch fazialpalmieren. Ja ja, unsere lieben Politiker und ihre maximale Gehirnleistung zwischen zwölf und Mittag.





Von Alkohol, Facebook, gescheiterten friedvollen Protesten und demolierten S-Bahnen

15 12 2011

Da war mal wieder ein Genialist am Start: Ein Facebook User hat über das soziale Netzwerk ein letztes Mal vor dem Inkrafttreten des allgemeinen Alkoholverbots in Münchner Bahnen zu einem (Achtung, festhalten) “stillen” Protest aufgerufen.

Ankündigung auf Facebook

“Stiller Protest”? Mit Bier? In München? War der Typ noch nie auf der Wiesn oder wie kann man so weltfremd sein??? Ich war da zwar auch noch nie, aber man hört doch jedes Jahr, wie’s da zugehen kann, wenn der Alk in strömen fließt. Wie die Telepolis treffender nicht schreiben könnte:

Um die 2000 zumeist junge Menschen folgten dem Aufruf, kamen in die S-Bahnen und pendelten zwischen Hackerbrücke und Ostbahnhof. Und damit wohl endlich was passierte, setzte die Billigversion der “Kreativität” ein, nämlich Zerstörung und Vandalismus, blindwütig und eher Ausdruck einer Wohlstandslangeweile als einer Wut auf soziale Zustände oder Ungerechtigkeiten. Bestätigt wurde eben das, was der gute Mann, der eingeladen hatte und nun das Schlamassel zu verantworten hat, widerlegen wollte.

- Telepolis

Die Stimmen auf der Event-Seite auf Facebook gehen teils auch weit auseinander, von Uneinsichtigkeit über Entrüstung bis zum Appell an die nutzlosen selbsternannten “Moralapostel”:

“Ganz im ernst.. Hört doch alle auf euch wie behinderte Kinder aufzuführen!! Hätten sie dieses scheiß Verbot nicht eingeleitet wäre es nicht zum Vandalismus gekommen. Also selbst schuld dran!! Und ihr Opfer könnt sagen was ihr wollt. ES WAR EIN GEILER ABEND!!! “

“Einfach nur ein hammer geiler abend
So viel positive stimmung
Uns so viele neue nettte leute kennen gelernt
Nur schade das vieles kaput gemacht wurde Und alles negativ geredet wird
… Man sollte es doch positiv auch sehen
Die leute haten spas waren eine gemeinschaft und haben neue leute kennen gelernt
Und das weckend wird keiner so schnell vergessen
Danke fur den geilen abend”

Nee, is klar. Andererseits kann ich nicht unbedingt von der Hand weisen, dass in Bayern sehr schnell mit Verboten um sich geschmissen wird, dass die Schwarte kracht. Allerdings kann man das dann auch so weiterspinnen, dass durch den Vandalismus verdammt hohe Kosten entstehen, die sich in gesteigerten Ticket-Preisen niederschlagen. Also hat diese Wohlstandslangeweile gepaart mit saufenden Teenies außer Rand und Band einen gewissen Synergie-Effekt, der sich ja anscheinend mit Verboten nicht eindämmen lässt. Oder es ist einfach nochmal der letzte große Knall, bevor den Saufköppen das Bier rechtswirksam gestrichen wird.

Es wird wohl noch seeeehr lange dauern, bis auch der durchschnitts Facebook DAU endlich begriffen hat, dass solche Aufrufe auf Facebook noch nie gut ausgegangen sind.








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