Was bedeutet das Aus der mobilen Version von Flash für das Web?

29 11 2011

Ich weiß, diese News liegt (für Internetverhältnisse) schon wieder viel zu weit in der Vergangenheit. Aber ich bin einfach die letzte Zeit nicht dazu gekommen meinen Senf dazu abzulassen.

Adobe vs. Apple

Es ist ja nun offiziell, dass Adobes Flash für mobile Geräte (Smartphones) nicht mehr weiterentwickelt wird. Damit verlieren Apple-Gegner ihr wichtigstes Argument gegen iPhone, iPod und iPad. Speziell mir mit meinem iPad ging die Frage mit süffisantem Unterton langsam auf den Keks: “Kann das denn auch Flash?” Nein, kann es nicht und das muss es auch nicht! Zum ersten kann mich die Flashwerbung dann mal kreuzweise und zum zweiten war Flash von Anfang an auf Bedienung mit Maus und Tastatur ausgelegt.

Es ist schon korrekt, dass Flash auf mobilen Plattformen ein einziges Desaster war, aber Flash war von Anfang an für mobile Plattformen einfach nicht konzipiert. Flashgames im Web werden ohnehin viel mehr auf vollwertigen PCs benutzt als auf einem Smartphone oder Tablet. Was somit auch die Überflüssigkeit von Flash auf mobilen Geräten untermauern dürfte: die meisten Flashgames sind bereits als App umgesetzt (z. B. das berühmt-berüchtigte Robot Unicorn Attack – das gleiche Spiel im AppStore und im Android Market), sodass es schon fast gar keinen Sinn mehr macht Flash in diese Plattformen zu integrieren. Andererseits gibt es tatsächlich massive Performance-Probleme auf den Geräten. Das lag aber auch hauptsächlich daran, dass die mobile Version von Flash (für Android) zig Hardwareplattformen berücksichtigen musste. Dieser Aufwand rechnet sich auf lange Zeit gesehen einfach nicht.

Der Schwarze Peter soll nun Apple zugesteckt werden, da sich der kalifornische Hersteller beharrlich dagegen sträubte Flash auf dem iPhone und iPad zu unterstützen. Seitens Apple hieß es immer wieder, dass Flash die Performance der Geräte in den Keller ziehe, was die Akkulaufzeit massiv beeinträchtige und Flash sowieso eine “tote Technologie” sei; HTML5 sei die Zukunft! Der Vorwurf an Apple ist allerdings auch nicht ganz ungerechtfertigt, denn vor Androids Debüt war das iPhone omnipräsent. Damit hätte Flash im mobilen Markt breit Fuß fassen können. Stattdessen konzentrierte sich Apple aber mehr auf das kommende HTML5, das die Audio- und Video-Tags einführte und somit kein Plug-in mehr für das Abspielen von Ton- oder Videoinhalten benötigt wurde.

Bei Android und Google war das wieder eine völlig andere Geschichte. Da Android eine viel offenere Plattform war, war Flash hier einfacher möglich. Doch ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass Flash auf Android bestenfalls Proof-of-Concept Status erreicht hat, da ich persönlich kaum Flash-basierte Websites auf meinem Handy besuche und es für YouTube ohnehin eine passendere App von Haus aus mitbringt (übrigens auch bei iPhone und iPad). Und selbst wenn man einen YouTube-Link antippt wird man in die jeweilige App umgeleitet.

Sicherheitstechnisch ist der Wegfall von Flash an sich eine positive Meldung, da über Flash gerne auch mal Schindluder betrieben wird wie über den Internet Explorer (höchstwahrscheinlich ein Synergie-Effekt durch die Bündelung von Flash und IE und der dadurch einhergehend hohen Verbreitung beider Programme). Aber das ist eher unbedeutend gegenüber der Tatsache, dass Google eine großen Zahl an Apps im Android Market vorzeigen kann, aber diesen nicht auf schadhafte Apps überwacht – nur auf Bescheid.

Webvideos

Apropos Webvideos: Solange sich die großen Browserhersteller nicht auf einen einheitlichen Standard einigen oder alle unterstützen (h.264, Ogg Theora, WebM, etc.) hab ich dazu eh nur eins zu sagen: kannste knicken! Das Wirrwarr um Lizenzen und Patente hemmt hier wieder mal die Innovation. Mal ein Überblick:

Browser h.264 Ogg WebM
Internet Explorer 9 Ja Nein Plug-in
Firefox Nein Ja Ja
Chrome Nein Ja Ja
Safari Ja Plug-in Plug-in
Opera Nein Ja Ja

Man muss die Tabelle nicht mal verstehen, um zu erkennen, dass der HTML5 Video-Tag ein einziger Clusterfuck ist. Proprietäre Hersteller (Microsoft, Apple) setzen bei HTML5 Videos auf h.264, welcher bessere Bilder liefern kann. Freie Hersteller (Mozilla, Google, Opera) vermeiden den Patentirrsinn und nehmen stattdessen lieber freie Formate wie Ogg oder WebM. Google unterstützte in Chrome früher auch h.264, hat aber dann seine eigene freie Alternative WebM entwickelt und h.264 den Laufpass gegeben. Versteht mich nicht falsch, die Idee hinter HTML5 Videos finde ich gut, aber solange sich die Browserhersteller nicht endlich mal einig werden, was jetzt der Standard sein soll oder einfach alles unterstützen, wird Flash wohl als de facto Standard Videoplayer für alle Plattformen bestehen bleiben. YouTube hat zwar einen HTML5 Player, allerdings muss man dabei mit Einbußen bei der Funktionalität rechnen (keine Anmerkungen, keine Untertitel, etc.), also auch nur eine bedingte Lösung.

Fazit

Welche Auswirkungen hat der Wegfall von Flash auf mobilen Plattformen denn nun auf das Web? Ich würde mal sagen keinen. Zumindest keinen großen. Oder sogar nennenswerten. Die Stärke von Flash liegt meiner Meinung nach ohnehin mehr auf Desktop Plattformen als im mobilen Bereich. Die Desktop-Version von Flash wird es noch länger geben, HTML5 Video hin oder her. Im mobilen Bereich spielte es aber bisher schon immer eine etwas untergeordnete Rolle, da man sein Handy höchstens ein paar Sekunden bis Minuten in der Hand hat und dann wieder wegsteckt. Das App-Angebot von Andoid und iOS ist groß genug. Und auf den sowieso zu kleinen Bildschirmen machen Flash-basierte Webseiten ohnehin keinen Sinn. Ich trauere Flash auf meinem Android Smartphone nicht hinterher – von meinem iPad mal ganz zu schweigen. Auch auf Android Tablets sehe ich die Daseinsberechtigung für Flash auf sehr wackeligen Beinen, mal ganz abgesehen davon, dass sich die Dinger nicht mal richtig gegen das iPad durchsetzen können. Und das obwohl die Flash könnten! Faux pas!

Jedoch für Animationsfilmchen, wie die auf Newgrounds oder Weebl’s Stuff, sehe ich durchaus noch eine Berechtigung für Flash. Die Umstellung wäre wohl ohnehin ein so hoher Aufwand, da dauert es noch lange, bis Flash den Löffel endgültig abgibt. Zumindest die Desktop-Version.





Was ist eigentlich: Minecraft

25 11 2011

Heutzutage gibt es viele Sandbox Games, doch keines hat ein vergleichbares kulturelles Phänomen ausgelöst wie Minecraft. Zahlreiche Spieler laden Videos auf YouTube hoch, in denen sie die USS Enterprise nachgebaut haben, ganze Dörfer und Städte erbaut haben, berühmte Songs mit Noteblocks aus dem Spiel nachklimpern oder Computer und Uhren nachbilden. Aber auch außerhalb der digitalen Grenzen zieht das Phänomen Minecraft weite Kreise. Zusammen mit berühmten Meme-Pics sind auch zahlreiche T-Shirts entstanden, mit denen man seine Hingabe zum Spiel am Körper tragen kann.

Die Geschichte hinter Minecraft

Am 13. Mai 2009 veröffentlichte der Indie Spieleentwickler Markus “Notch” Persson eine Vorschau, einen “tech test” seines Spiels, das er nur “Cave game” nannte, auf YouTube. Notch ist dafür bekannt, dass er schon viele Spiele auf Basis der LWJGL (Lightweight Java Game Library) geschrieben hatte. Andere Spiele von ihm findet man hier.

An der Grafik hat sich zwar seit “Cave Game” nicht soo viel getan, aber es wurden immer kleine Neuerungen schrittweise eingeführt. “If I ever get around to finishing it” schrieb er damals noch, doch ahnte er wohl nicht, was er soeben geschaffen hatte. Das wurde ihm auch später immer mehr klar.

“Ich erkannte, dass ein Spiel so einfach und doch so dynamisch, eine menge Potential hatte ein großartiges Spiel zu werden und mir fielen immer neue Dinge ein, die ich verändern und hinzufügen wollte.”

- Notch

Am 17. Mai 2009 (nach gerade mal 1 Woche Entwicklungszeit) wurde das Spiel im TIGSource Forum veröffentlicht. Dort erreichte es schnell eine größere Beliebtheit und verkaufte sich ein paar 100.000 Mal. Um die Zeit zum 11. Januar 2011, knapp einen Monat seit dem das Spiel die Beta-Phase erreicht hatte, setzten sich 1 Mio. verkaufte Einheiten um. Am 7. November 2011 wurde die Marke von 4 Mio. Stück geknackt. Zwischen dem 18. – 19. November 2011 wurde das Spiel auf seiner eigenen ersten MineCon als Vollversion veröffentlicht. Zwischen den verschiedenen Entwicklungsstadien wurde es anfangs für 9,95 EUR, in der Beta-Phase für 14,95 EUR und wird derzeit in der Vollversion für 19,95 EUR angeboten.

Anfangs als in Java programmiertes Spiel für PCs hat es Minecraft mittlerweile (als Alpha) auf Android Smartphones (besonders auf’s Sony Xperia Play) und Apple Geräte (iPhone, iPod, iPad) geschafft. Eine Version für die Xbox 360 wird für Q2 2012 angepeilt.

Das Spiel

Minecraft mag auf den ersten Blick für heutige Verhältnisse unglaublich primitiv aussehen, doch es ist viel tiefgehender, als ein erster Blick zulässt.

Eine zufällig generierte Landschaft in Minecraft

Erstellt man eine neue Spielwelt findet man sich anfangs in einer zufällig generierten Landschaft aus Blöcken wieder. Es gibt kein vordefiniertes Ziel, keine Anweisung was man tun soll. Als erste Einstiegshilfe blendet das Spiel den Hinweis ein, wie man sein Inventar öffnet. Schon hat man sein erstes Achievement. Die Achievements in Minecraft dienen aber weniger den sporadischen Ego-boosts, sondern sind darauf ausgerichtet, dass man angehalten ist mit seiner Umgebung zu experimentieren. Über das Hauptmenü kann man die verschiedenen Achievements einsehen und eine vage Beschreibung, was man tun muss, um sie zu bekommen. Manche müssen der Reihe nach freigeschalten werden. So lernt der Spieler gleichzeitig schrittweise die Grundlagen, um sich im Spiel zurechtzufinden.

Punching trees gives me wood

Als erstes braucht man Werkzeuge, um effizienter, schneller oder überhaupt an bestimmte Rohstoffe zur Weiterverarbeitung zu kommen. Diese kann man sich zu Anfang aus Holz erstellen. Also klopft man fröhlich auf dem ersten Baum rum, den man sieht und wenige Sekunden später hat man einen Block Holz in der Hand. Öffnet man das Inventar, kann man diesen Holzblock in das “Craftingfeld” legen und zu Brettern weiterverarbeiten, aus denen sich in dem 2×2 großen Raster eine Werkbank fertigen lässt. Mit einer Werkbank vergrößert sich der Platz, den man zum “craften” von Gegenständen zur Verfügung hat auf 3×3 und mehr “Rezepte” werden möglich. Auf der Werkbank kann man aus den “gecrafteten” Stöcken und Brettern sein erstes Werkzeug herstellen: Eine Spitzhacke, eine Schaufel und eine Axt aus Holz. Mit der Spitzhacke kann man nach Erzen im Erdreich graben und schneller durch Stein zerschlagen, die Schaufel buddelt schneller Erde, Sand und Kies um und mit der Axt lassen sich Bäume schneller fällen. Zusätzlich kann man sich auch ein Schwert craften, um sich gegen Monster in der Nacht oder im Untergrund zur Wehr setzen zu können.

Und so craftet man seine erste Spitzhacke

Mit seiner neuen Spitzhacke sollte man sich auf die Suche nach den ersten Erzen machen, wobei man höchstwahrscheinlich als erstes auf Kohle stoßen wird. Manchmal muss man auch erst Steinwände einreißen, bevor man auf erste Kohleadern stößt. Mit Kohle kann man z. B. Fackeln (Stock + Kohle) herstellen oder einen Ofen länger beheizen als mit Brettern. Mit dem nebenbei gewonnenem “Cobblestone” (Pflasterstein) den man aus der Wand geschlagen hat kann man Werkzeuge aus Stein machen, die länger halten und mit denen man schneller abbauen kann. Es gibt noch andere Materialien, die Werkzeuge langlebiger machen, darunter Eisen und Diamant. Werkzeuge aus Gold gibt es auch, jedoch sind wertvollere Rohstoffe tiefer unter der Erde versteckt und um einiges seltener, je wertvoller sie sind. Werkzeuge aus Gold halten auch nicht sehr lange, bauen aber im Gegenzug dafür noch schneller ab als Diamantwerkzeuge.

Skelette benutzen Pfeil & Bogen um euch anzugreifen

Auch gibt es einen Tag-Nacht-Zyklus in Minecraft. Tagsüber hat man wenig zu befürchten, doch nachts spawnen auf der ganzen Welt Monster. Zombies, Skelette, Spinnen und andere Kreaturen der Nacht trachten euch nach dem Leben und es gilt sich zu verteidigen. Wenn man das erste Mal spielt, ist es schlauer sich einen Unterschlupf in einen Berg zu graben und die Nacht dort auszusitzen, welche nur ca. 7 Minuten dauert. Bei Sonnenaufgang entzünden sich die meisten Monster bei Kontakt mit Tageslicht und sterben kurze Zeit später. Die einzigen Monster, die davon nicht betroffen sind, sind die berühmt-berüchtigten Creeper. Wem die Idee gefährlicher Nächte gänzlich zuwider ist, kann durch den Schwierigkeitsgrad “Peaceful” (Friedlich) Monster komplett deaktivieren und sich vollständig auf seine Buddeleien oder Bauprojekte konzentrieren, ohne befürchten zu müssen zu sterben oder zu verhungern.

Kein Karpfen, aber gebratener Fisch tut's auch

Auch Nahrung ist sehr wichtig. Man muss in Minecraft essen, um nicht zu verhungern. Möglichkeiten Nahrung zu beschaffen gibt es viele. Man kann Kühe, Schweine und Hühner töten um an ihr Fleisch zu kommen oder auch gewaltlos aus angebautem Getreide Brot, Kekse oder einen Kuchen herstellen. Aus Stöcken und Fäden lässt sich auch eine Angel craften mit der man auf Fischfang gehen kann. Jedoch sollte man sich nicht ausschließlich von Rohkost ernähren, da man sich sonst eine Lebensmittelvergiftung zuziehen kann und schneller wieder hungrig ist und die Gesundheitsregeneration hemmt. Sinkt die Hungeranzeige auf 0 beginnt langsam die Gesundheitsleiste abzunehmen. Man kann allerdings nur auf “Hard” (Schwer) wirklich den Hungertod sterben, auf “Easy” verliert man nur die Hälfte an Gesundheit und auf “Normal” bleibt einem gerade mal immer ein halbes Herz übrig. Ab einem gewissen “Hungergrad” ist es auch nicht mehr möglich zu rennen. Besonders bei längeren Untertageoperationen ist es immer von Vorteil ausreichend Nahrung einstecken zu haben. Denn es gibt nichts frustrierenderes als gerade mit einem Inventar wertvoller Erze im inneren der Erde rumzurennen, und wegen Hunger schon von einem Fliegenfurz sterben zu können und alles fallen zu lassen.

Der Nether, die "Unterwelt" in Minecraft

Der Nether ist zudem eine Art “Unterwelt” in Minecraft. Man erreicht sie, indem man ein Portal aus Obsidian baut. Um aber an Obsidian zu kommen braucht man mindestens eine Spitzhacke aus Diamant. Für beides muss man sehr tief ins Erdreich vordringen. Der Nether ist eine Lebensfeindliche Umgebung und nur gewagte Spieler sollten sich in ihn wagen (nicht zuletzt wegen der ganzen Lava in die man fallen kann, den Zombie Pigmen und Ghasts, die einen mit explodierenden oralen Exkrementen beschießen). In der Vollversion wurde zudem auch “Das Ende” eingefügt. Man erreicht es nur, indem man ein “Enderportal” baut. Das ist allerdings mit sehr viel Aufwand verbunden, da sehr seltene Materialien verwendet werden müssen, die man nur in versteckten Dungeons findet. Im “Ende” kann man gegen den gefürchteten Enderdrachen kämpfen, was einem auch ein Achievement einbringt. Ich war selbst noch nicht dort.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das Spiel in vollem Umfang zu beschreiben ist fast unmöglich. Jedes Rezept zu beschreiben und wie es sich auf den Umgang mit der Spielwelt auswirkt ist um Längen zu umfangreich. Das Spiel an sich ist nach simplen Regeln strukturiert, jedoch sind die Möglichkeiten, die einem diese Einfachheit beschert schier endlos, das Lego-Prinzip funktioniert! Man ist auch nicht nur an den Einzelspielermodus gebunden, sondern man kann sich auch mit anderen auf Servern im Internet verbinden und zusammen herausragende Kunstwerke erschaffen. Würdet ihr euch also dafür entschließen mit mir zusammen spielen zu wollen, könnt ihr mit auf meinem eigenen Server spielen ;-)

Weblinks





Tutorial: Alle eure DVDs in der Hosentasche

11 11 2011

Wäre es nicht schön für die etwas längeren Bus-, Zug- oder Autofahrten immer ein paar Filme dabei zu haben? Seitdem es immer mehr mobile Player gibt, die neben MP3s auch Videos abspielen können, drängt sich dieser Gedanke natürlich auf. Nun könnte man natürlich auf den Trichter kommen: “Öhö, lad ich mir halt runter.” Aber mal davon abgesehen, dass dabei die Qualität oft etwas auf der Strecke bleibt und ich eher vom Kaliber “Do it yourself” bin, haben diese Filme meistens nicht das richtige Format. Umwandeln wird also so oder so nötig und die Qualität leidet ein weiteres Mal unnötig. Eine andere Idee wäre natürlich sich einen portablen DVD Spieler zuzulegen (nein, keinen Laptop). Diese haben aber wieder zusätzliche Anschaffungskosten im zwei- bis dreistelligen Bereich. Und da heutzutage eh jeder einen iPod, iPhone, Smartphone oder [beliebiger Videoplayer im Hosentaschenformat hier] hat, gibt es eine ganz einfache Lösung seine DVDs kostenlos und in 1A Qualität in der Hosentasche mitzuführen.

Und speziell für die Apple-Geräte-Besitzer: Nein, Apple zwingt euch nicht eure DVDs für teures Geld im iTunes Store neu zu kaufen. Selbst Pornos könnt ihr euch mit diesem Tutorial auf eure Geräte ziehen. So viel zum goldenen Käfig.

Nun da alles gesagt wurde (denke ich), legen wir los!

Was wird benötigt?

In erster Linie ein PC, denn der muss ja die DVD auslesen können. Laptops funktionieren auch, sollten aber die ganze Zeit über am Strom hängen, denn das könnte der Akku nicht lange mitmachen. Außerdem sollte der Prozessor nicht aus der vor-vor-letzten Generation stammen. Ein Pentium 4 mit mindestens 2-3GHz ist unterste Schmerzgrenze, ansonsten könnte das spätere Umwandeln in ein kompatibles Format unangenehm lange dauern. Als Software werde ich in diesem Tutorial DVD Decryper und RipBot264 benutzen. DVD Decrypter extrahiert die Filmdaten von der DVD und RipBot264 wandelt sie mit voreinstellbaren Profilen komfortabel in ein Format um, dass mit dem angepeilte Zielgerät kompartibel ist.

Für RipBot264 werden ein paar zusätzliche Programmkomponenten benötigt, was aber kein Beinbruch ist. Die Zusatzprogramme sind:

  • AviSynth
  • CCCP (Zwar setzt RipBot je FFDshow und Haali Media Splitter voraus, das ist hier aber mit drin und unkomplizierter zu installieren und einzurichten)
  • Java (Die Webseite bietet immer noch Java 6 an, Version 7 gibt’s hier)
Das war doch gar nicht so schwer, was? Jetzt geht’s erst mal der DVD an den Kragen!

Von der Scheibe zur Datei

Nachdem ihr DVD Decrypter installiert habt, könnt ihr eure DVDs entschlüsseln lassen. Ich muss wohl nicht extra darauf hinweisen, dass ihr die rechtlichen Konsequenzen für das Umgehen des Kopierschutzes auf eure eigene Kappe nehmt und ihr euch darüber im Klaren seid, dass ihr das nur für den Eigengebrauch nutzt und nicht in Umlauf bringt! Brav!

Speziell für Windows Vista/Windows 7 User: Stellt in den Eigenschaften von DVD Decrypter ein (Rechtsklick auf das Programmicon), dass es standardmäßig mit Administratorrechten ausgeführt wird. Das beugt komischen Fehlermeldungen vor.

DVD Decrypter standardmäßig mit Adminrechten zu starten ist von Vorteil

Zusätzlich solltet ihr in DVD Decrypter selbst noch ein paar Einstellungen vornehmen, die euch später viele fragende Blicke und graue Haare ersparen. Geht dazu auf Tools -> Settings. In den Settings schaut ihr im Abschnitt IFO Mode nach der File Splitting Option und setzt diese auf None. Damit verhindert ihr, dass DVD Decrypter die Filmdatei in 1GB Stückchen zerhackt.

Stellt ein, dass DVD Decrypter die Videodatei nicht aufteilt

Ich habe lieber ein Programm das mir keinen Tinnitus verursacht, wenn es eine Aktion beendet hat, also stellt unter Sounds die Sounds einfach aus. Glaubt mir, eure Ohren werden es euch danken!

Weiterhin solltet ihr auch auf eine etwas weniger verwirrend wirkende Ansicht umschalten, die zudem auch zweckmäßiger ist. Wählt dazu im Menü Mode -> IFO.

Wählt den zweckmäßigeren IFO Mode

Nun zeigt euch DVD Decrypter die einzelnen Cells des VOB Containers an. Nach diesem Verfahren solltet ihr rippen, wenn ihr DVDs mit Serienepisoden rippen wollt. Aber das erklär ich später mal. Für Filme in Kinolänge ist das Stream Processing weitaus zweckmäßiger. Also wählt ihr den entsprechenden Reiter und setzt den Haken um auf Stream Processing umzuschalten.

Stellt auf Stream Processing um

Ihr bekommt jetzt eine Liste der Video- und Audio-Streams präsentiert, aus der ihr wählen könnt, was von der DVD ausgelesen und in die Videodatei übernommen werden soll. In meinem Beispiel steht der Video-Stream des Films zur Auswahl (No shit, Sherlock) und 2 Audio-Streams, eine Sourround Audiospur (6ch = 6 Kanäle = 5.1 Surround) und eine Stereo Audiospur, höchstwahrscheinlich die Kommentare der Produzenten zum Film. Die Sprache der Audiospur wird euch auch noch angezeigt. Falls ihr euren Film einfach nur auf Deutsch sehen möchtet, wählt alle anderen Audiospuren ab.

Bevor ihr dann schon fröhlich den Rip-Button drücken wollt, würde ich euch noch empfehlen, dass ihr euch den Pfad merkt, unter dem DVD Decrypter den Film ablegt und ihn, falls gewünscht, anpasst. Dieser steht unter Destination und setzt sich meistens aus der Discbezeichnung und dem Video-Ordner auf der DVD zusammen. Prüft auch ob das Laufwerk, auf dem der Film abgelegt wird, genug platz hat. Plant in etwa so zwischen 4-8GB ein. Keine Sorge, der Film der später auf eurem Gerät landen wird, ist um einiges kleiner.

Wenn alles euren Wünschen entsprechend voreingestellt ist, dürft ihr jetzt den großen Rip-Button drücken (das Ding da mit der DVD und der Festplatte). Der Extrahierungsprozess kann eine Weile dauern, beschäftigt euch solange mit irgendwas. Wenn der Vorgang abgeschlossen ist, werdet ihr benachrichtigt. Ihr könnt DVD Decrypter jetzt schließen. Weiter geht’s mit dem Encoding!

Von der Datei zum richtigen Format

Jetzt geht’s um die Wurst! Ihr wisst noch wo der gerippte Film liegt? Gut!

Entpackt das Archiv von RipBot264 an einen beliebigen Ort. RipBot264 läuft selbstständig mit Administratorrechten, es installiert sich aber nicht. Mir wurde auch zugetragen, dass manche Anti-Viren-Scanner RipBot264 als Bedrohung einstufen. Bullshit! Da wird wohl die Heuristik versagt haben. Ignoriert die Meldung eures Virenscanners und fahrt fort. Ich setze RipBot264 schon seit mind. 1 Jahr ein und kann euch garantieren, dass es gänzlich unbedenklich zu benutzen ist.

Die Startoberfläche von RipBot264 mit leerer Jobliste

Um ein Video in die Job-Liste einzutragen klickt man auf Add. Daraufhin öffnet sich ein neues Fenster, in der ihr die zuvor von der DVD gezogene Filmdatei wählt. Der Indizierungsvorgang nimmt je nach Spiellänge des Films ein paar Sekunden bis Minuten in Anspruch. Ist dieser Vorgang abgeschlossen könnt ihr das Finetuning für die Umwandlung anpassen.

Die Codieroptionen für euer Video

Die einzelnen Optionen im Detail:

VIDEO

Eure Videodatei, die codiert werden soll. Über dem Dateipfad wird auch das Format des Quellvideos angezeigt. Über die drei Punkte neben dem Feld könnt ihr eine neue Videodatei wählen.

AUDIO

Die zum Video zugehörige Audiospur. Wie bei der Video-Spur steht das Format auch oben drüber. Mit dem Pulldownmenü könnt ihr eine Audiospur auswählen, wenn es mehrere gibt. Ihr könnt auch eine komplett eigene nehmen, indem ihr auf die drei Punkte neben dem Feld klickt.

PROFILE (Video)

Das Videoprofil. Um nicht zu sehr ins Detail zu gehen: Darüber könnt ihr bestimmen, welche Geräte in der Lage sein werden euer Video abzuspielen. Als Faustregel gilt: Je höher der Level, desto weniger Geräte können eure Datei abspielen. Konkret heißt das, dass “[HIGH 4.0] HD . Progressive” für mobile Player untauglich ist, da das Video dabei mit Features codiert wird, die z. B. das iPhone nicht mehr beherrscht (iTunes wird das Video für iPhone-untauglich erklären). Für DVDs ist dieser Level ohnehin zu hoch, die Qualitätsunterschiede zu bspw. “[MAIN 3.0] SD . PSP . iPAD” sind vergleichsweise gering. Diese Bezeichnungen beschreiben allerdings manchnmal etwas veraltete Verhältnisse. Mein iPad kann HD Videos mit High Profile 4.0 durchaus abspielen. Also nicht allzu wörtlich nehmen. Main 3.0 ist für die meisten Abspielgeräte tauglich.

PROFILE (Audio)

Auch die Audiospur hat ein Profil. Ihr könnt hier auch gleich die Ton-Qualität einstellen. Faustregel: Je weniger kbps (Kilobit pro Sekunde) desto schlechter die Qualität, aber desto kleiner die Audiospur. AAC-HE (Advanced Audio Coding – High Efficiency, das Gegenstück ist Low Complexity) ist ein Sonderformat, das bei niedriger Bitrate immer noch sehr gute Qualität liefern kann, aber nicht immer einwandfrei von Geräten wiedergegeben wird. Deshalb solltet ihr davon besser die Finger lassen. Hat eure Audiospur mehr als zwei Kanäle (was ja bei DVDs nicht unüblich ist) könnt ihr auch zwischen Stereo (2.0) und Sourround (5.1) wählen. Da euch Surround aber höchstwahrscheinlich für unterwegs nicht sehr viel bringen wird, sollte Stereo vollkommen ausreichen (ihr könnt es natürlich trotzdem versuchen, aber gebt nicht mir die Schuld, wenn das Video dann nicht korrekt abgespielt wird).

FPS – FRAMES – DURATION (H:M:S)

Das sind nur ein paar Statistiken zu eurem Video, jeweils die Bildrate, Anzahl der Bilder und die Wiedergabedauer. Je länger der Film ist, desto mehr Zeit wird das Codieren in Anspruch nehmen. Plant das in eure Zeitplanung mit ein, es können Stunden vergehen!

FREQUENCY – CHANNELS – DURATION (H:M:S)

Die gleichen Statistiken für die Quell-Audiospur. Je höher die Frequenz, desto klarer ist der Ton. Die Kanäle bruach ich euch wohl nicht groß beschreiben, genauso wenig wie die Wiedergabedauer.

MODE & KBPS

Hier wird’s wieder heißer. Grundsätzlich ist als Mode 2-Pass zu nehmen. Dabei wird das Video in zwei Durchläufen codiert. Im ersten wird das Video schnell überflogen und eine Statistik für den zweiten Durchlauf erstellt, wo die Bitrate denn am besten verteilt ist. Oder um’s kurz zu machen: Es quetscht mehr Qualität aus dem Video raus. Dafür dauert es aber auch länger (Duh!). Ändert ihr den Mode zu 2-Pass wird aus CRF -> KBPS. Auch hier greift wieder eine Faustregel (die sich ähnlich verhält wie beim Audio Profile): Je höher die Bitrate, desto qualitativ Hochwertiger das Bild, aber desto größer die Videodatei. Man könnte natürlich auf den Trichter kommen die maximale Qualitätsstufe zu wählen (8192 kbps), aber ab einer bestimmten Bitrate sieht man den Unterschied nicht mehr und man verschwendet kostbaren Speicherplatz. Grundsätzlich reichen 1024 kbps aus. Mehr als 1536 kbps mach keinen Sinn. Also ist eine Bitrate idealerweise zwischen 1024 - 1536 kbps zu wählen. Ihr könnt auch einen eigenen Wert eintragen, der euch sinnvoll erscheint. Unten rechts neben LOCK SIZE (MB) wird vom Programm geschätzt, wie groß die Datei wahrscheinlich mit der eingestellten Bitrate werden wird. Aktiviert ihr den Haken wird die Bitratenoption außer Kraft gesetzt und ihr könnt statt der Bitrate eine feste Größe festlegen, die nicht überschritten werden soll. Diese Option ist nur verfügbar, wenn ihr als 2-Pass codiert. Es wird euch aber weiterhin noch angezeigt, mit welcher ungefähren Bitrate das Video dann codiert wird. Welches von beiden ihr nehmt bleibt euch überlassen. Als Faustregel kann ich euch aber geben: Ist der Platz auf dem Gerät knapp, ist es ratsam eine feste Größe zu nehmen und notfalls auf das Quäntchen Qualität zu verzichten.

NORMALIZE

Bestimmt auf welche Lautstärke die Audiospur normalisiert werden soll. Diese Einstellung ist Geschmackssache. Ich stelle diese Option meistens auf OFF, da ich den Ton so haben möchte, wie er auch im Quellmaterial vorhanden ist.

LANGUAGE

Damit könnt ihr angeben, in welcher Sprache die Audiospur ist. Die Einstellung wirkt sich nicht auf die Qualität oder gar die Sprache selbst aus. Sie dient nur der Anzeige bei der Sprachenwahl der Abspielsoftware. Lasst den Wert entweder auf Undetermined oder klickt das Feld kurz an, schließt das Menü wieder und gebt die ersten drei Buchstaben der jeweiligen Sprache ein, z. B. ger für German, also Deutsch.

POSTER

Hier könnt ihr eine Bilddatei auswählen, die z. B. von iPod, iPhone, iPad und iTunes anstelle eines Filmausschnitts angezeigt wird, bevor ihr das Video abspielt.

SELECTABLE SUBTITLES

Hier könnt ihr dem Video Untertitel hinzufügen, die sich nach Belieben ein- und ausblenden lassen. Ihr könnt mehrere hinzufügen.

OUTPUT

Hier bestimmt ihr den Ort an dem das fertige Video am Ende abgespeichert wird. Gebt eurem Video einen schönen (beschreibenden) Namen, vorzugsweise den Titel des Films :-)

SAVE AS

Hier bestimmt ihr das Containerformat für euer Video. Die Auswahl kann auf MP4 belassen werden. MKV wird von viel zu wenig Geräten von Haus aus unterstützt, AVCHD ist für dieses Szenario kompletter Schwachsinn und DivX Plus wäre auch nur wieder MKV, heißt nur anders (keine Ahnung was daran so Plus ist).

Der folgende Teil ist, grob genommen, optional. Er erklärt aber ein paar Frickeleinstellungen, die für euch noch wichtig sind: SIZE und DEINTERLACE.

PROPERTIES

Hier könnt ihr nochmal ein paar Extraeinstellungen für’s Video vornehmen. Eine Vorschau ist auch vorhanden und mit einem Klick auf Preview Script könnt ihr euch eine komplette Vorschau geben lassen. Die verschiedenen Einstellungen sind:

CROP

Damit schneidet ihr das Bild an den Rändern zu. Nützlich, wenn ihr schwarze Balken entfernen wollt. Ihr könnt das automatisch ermitteln lassen oder selbst Hand anlegen (…nein, DAS bringt euch hier nicht weiter!). Achtung: RipBot264 setzt die SIZE Option zurück wenn ihr CROP verändert. Preview Funktion zum Überprüfen benutzen!

SIZE

Damit sind die Bildabmessungen des Videos gemeint. Ihr könnt voreingestellte Abmessungen wählen oder eigene eintragen (Custom [1,78:1]). Idealerweise solltet ihr die maximale Bildbreite eures Abspielgeräts kennen. Für das iPhone 4 wäre dies bspw. 960 x 640 (Breite x Höhe), für die meisten Android Smartphones 800 x 480, für das iPad wäre die volle PAL Auflösung 1024 x 576 empfehlenswert. Ihr seid leider dazu gezwungen die Abmessungen durch die Pfeilbuttons zu regulieren. Wahrscheinlich soll das ungültigen Auflösungen vorbeugen. Ihr legt in diesem Szenario nur die Breite fest, die Höhe errechnet RipBot264 passend selbst, damit das Video nicht verformt wird.

PERMANENT SUBTITLES

Wenn ihr Untertitel in euer Video “einbrennen” wollt, könnt ihr das hier tun. Wenn ihr die Auswahl ändert, werdet ihr aufgefordert eine Untertiteldatei zu öffnen. Die Untertitel sind dann fester Bestandteil des Bildes und können später nicht mehr entfernt werden. Wollt ihr sie wieder raus haben, müsst ihr das Video nochmal komplett neu codieren!

DEINTERLACE

Einige DVDs werden mit Zeilensprung codiert, was heutzutage aber eher überflüssig ist, da jedes Fernsehgerät Ganzbilder (Progressive) darstellen kann und Zeilensprung somit ein Relikt aus vergangenen Tagen darstellt. Das heißt konkret, dass im Bild eklige Schlieren auftauchen können, z. B. bei schnellen Actionszenen. Hiermit könnt ihr diese entfernen. Ihr habt vier Optionen zur Auswahl. TFF (Top Field First) und BFF (Bottom Field First), jeweils mit der ursprünglichen Bildrate oder einer verdoppelten. Von einer verdoppelten Bildrate rate ich jedoch ab, da viele Mobilgeräte bei über 30 FPS aussteigen. Ob ihr TFF oder BFF wählen müsst, hängt vom Quellvideo ab. Da ihr das aber höchstwahrscheinlich nicht wisst, genügt TFF (FALLS das Video überhaupt interlaced ist). Aber Vorsicht: Vorsorglich Deinterlacing einzustellen kann die Bildqualität verschlechtern!Überprüft am besten mit der Preview Funktion in einer Szene mit schnellem Bildablauf, ob Deinterlacing nötig ist.

DECIMATE

Hier könnt ihr die Bildrate reduzieren. Das ist hauptsächlich für TV-Aufnahmen nützlich. In diesem Szenario aber eher überflüssig.

OUTPUT SPEED

Hier könnt ihr eine feste Bildrate erzwingen. Lasst davon aber besser die Finger, sonst werden Bild und Ton asynchron (Bild und Ton passen nicht mehr zusammen).

DENOISE

Ist euch das Video zu körnig, könnt ihr mit dieser Option versuchen dem entgegenzuwirken. Äußerst nützlich für analoge Aufnahmen. Da das aber bereits am Aussterben ist eher nutzlos für DVDs.

COLORS

Eine Option zum Berichtigen falscher Farben. Auch hier besser nicht dran rumspielen, sonst verfälscht ihr die Farben noch absichtlich.

AUDIO DELAY (MS)

Sollte RipBot264 oder ihr selbst feststellen, dass die Audiospur um ein paar (feststellbare) Millisekunden verschoben ist, könnt ihr das hier nochmal selbst korrigieren.

SHOW SCRIPT (über dem Preview)

Damit könnt ihr Experteneinstellungen festlegen. Sofern ihr mit AviSynth Scripts nicht auf du und du seid, besser die Finger davon lassen.

NEW FRAME (über dem Preview)

Damit fordert ihr ein neues zufälliges Standbild an, um das Cropping in mehreren Szenen überprüfen zu können.

Wenn ihr alles euren Wünschen entsprechend eingestellt habt, klickt ihr auf Done und ein neuer Job mit eurem Video erscheint in der Jobliste.

In der Jobliste könnt ihr anstehende Jobs überprüfen, starten und notfalls nochmal bearbeiten

Die Jobliste ist zwar schon übersichtlich und nicht so überladen wie die Codieroptionen, aber erklären tu ich sie euch trotzdem :-P

SHUTDOWN WHEN FINISHED

Wenn ihr euren Rechner über Nacht codieren lasst und wollt, dass er sich nach getaner Arbeit herunterfährt, aktiviert diese Option.

LOW PRIORITY

Wenn ihr neben dem Codieren noch andere Dinge erledigen wollt, ist es ratsam dem Codierer eine niedrigere Prozess-Priorität zu geben, da sonst euer Rechner die ganze Zeit über voll ausgelastet sein wird und sehr langsam reagieren kann. Andererseits sollte diese Option deaktiviert werden, wenn ihr über Nacht codiert, sonst bremst ihr den Codierer nur unnötig aus und der Codiervorgang dauert länger.

KEEP JOBS QUEUE

Behält die Jobs auch dann noch in der Liste, wenn sie abgearbeitet wurden und RipBot264 beendet wird. Sinnvoll falls ihr das Video nach einem langen Codiervorgang anschaut und feststellt, dass etwas schief gelaufen ist. In diesem Fall bearbeitet ihr den Job einfach nochmal und spielt das ganze Spiel nochmal, heißt ihr codiert das ganze Video nochmal ;-)

ADD – EDIT – REMOVE

Fügt einen neuen Job hinzu, bearbeitet den ausgewählten Job oder löscht ihn von der Liste.

PFEILE ÜBER DER JOBLISTE

Mit diesen Pfeilen könnt ihr Job anordnen, falls ihr mehrere habt und bestimmte Videos vor anderen codiert haben möchtet.

START

Startet die Abarbeitung der Jobliste. Laufende Jobs können nicht während des Codiervorgangs bearbeitet werden, noch ausstehende jedoch schon.

Anschließend wartet ihr bis der Vorgang abgeschlossen wurde und kopiert die Datei auf euer Gerät. Viel Spaß beim Film unterwegs! :-)








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