Archiv der Kategorie: Multimedia

Tutorial: Alle eure DVDs in der Hosentasche

Wäre es nicht schön für die etwas längeren Bus-, Zug- oder Autofahrten immer ein paar Filme dabei zu haben? Seitdem es immer mehr mobile Player gibt, die neben MP3s auch Videos abspielen können, drängt sich dieser Gedanke natürlich auf. Nun könnte man natürlich auf den Trichter kommen: “Öhö, lad ich mir halt runter.” Aber mal davon abgesehen, dass dabei die Qualität oft etwas auf der Strecke bleibt und ich eher vom Kaliber “Do it yourself” bin, haben diese Filme meistens nicht das richtige Format. Umwandeln wird also so oder so nötig und die Qualität leidet ein weiteres Mal unnötig. Eine andere Idee wäre natürlich sich einen portablen DVD Spieler zuzulegen (nein, keinen Laptop). Diese haben aber wieder zusätzliche Anschaffungskosten im zwei- bis dreistelligen Bereich. Und da heutzutage eh jeder einen iPod, iPhone, Smartphone oder [beliebiger Videoplayer im Hosentaschenformat hier] hat, gibt es eine ganz einfache Lösung seine DVDs kostenlos und in 1A Qualität in der Hosentasche mitzuführen.

Und speziell für die Apple-Geräte-Besitzer: Nein, Apple zwingt euch nicht eure DVDs für teures Geld im iTunes Store neu zu kaufen. Selbst Pornos könnt ihr euch mit diesem Tutorial auf eure Geräte ziehen. So viel zum goldenen Käfig.

Nun da alles gesagt wurde (denke ich), legen wir los!

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Das PSN ist nicht das einzige, das Sony verkackt hat

Es mag jetzt vielleicht so ausschauen, als ob ich auf nem Sony-bash-wahn bin, aber das bin ich nicht. Weil eigentlich macht Sony keine schlechten Sachen: die CD, den Walkman, die Blu-Ray Disc. Nur manchmal leistet sich dieses Multimedia Konglomerat Schnitzer, die dann so tief sind, dass man ernsthaft an der Glaubwürdigkeit zweifeln möchte. Über Twitter habe ich mal alle Nachrichten mit #PSN angesehen und bin dabei über ein paar weitere Schnitzer gestolpert, die ich hier mal dokumentieren möchte.

PSN/PS3 Hack

Klar, das ist derzeit der übelste Schnitzer schlechthin für den Sony nicht nur von den Medien, sondern auch von den Kunden heftig kritisiert wird. Wie ich schon in meiner Version der PSN E-Mail kritisiert habe, ist Sony in bezug auf die PS3 IT-Sicherheitstechnisch nicht das erste Mal auf die Schnauze gefallen. Lest den Backstory-Teil, wenn ihr wissen wollt, wie sich das alles hochgeschaukelt hat.

Die Theorien, wie es dazu kommen konnte, gehen auseinander. Manche meinen die Gruppe “Anonymus” wäre in das PSN eingedrungen und hätte die Daten entwendet, da sie ja zuvor schon Sony den “digitalen Krieg” erklärt haben. Andere Berichte gehen in die Richtung, dass mit einer gehackten Firmware auf Entwicklerebene auf den PlayStation Store zugegriffen wurde, was das Herunterladen von Inhalten kostenlos machte. Und manche vermuten sogar Geohot hinter den Angriffen – dieser dementiert sie aber mit der Begründung, dass er solche Praktiken verurteilt: “Ich bin doch nicht verrückt und würde es vorziehen auf einen Besuch vom FBI zu verzichten.”

Fakt in der ganzen Angelegenheit ist, dass die Datenbanken mit über 70 Mio Datensätzen über PSN User unverschlüsselt waren. Selbst wir hätten ohne Mühen alle Daten durchschauen und jedem eine E-Mail schicken können: “Ich weiß wo dein Haus wohnt – ehrlich: [adresse hier]“. Einzig die Kreditkartendaten, die auf 2,2 Mio Datensätze geschätzt werden, waren verschlüsselt gespeichert. Die Berichte, dass es schon bei einzelnen Leuten zu finanziellen Schäden gekommen ist finde ich fragwürdig, da nicht eindeutig betitelt wurde, ob es sich um Kreditkarten in Verbindung mit PSN Accounts handelt.

Deshalb ist auch mein Vertrauen in Sony mehr als angeknackst, und da bin ich nicht alleine. Allein wie lange Sony gezögert hat, seine Kunden über diesen Sachverhalt zu informieren ist eine Frechheit (Festgestellt: 17.-19. April – benachrichtigung per E-Mail: 23. April). Und nicht ein Wort von Entschuldigung in der E-Mail, nur Dankeschön für die Geduld! Eine Firma die so leichtfertig mit den Daten umgeht, die sie von mir haben will, verdient kein Vertrauen. Aber was will ich machen? Ich will noch weiter Inhalte aus dem PlayStation Store beziehen und dazu brauche ich nun mal einen PSN Account. Das einzige, worüber ich mich freuen kann ist, dass ich keine Kreditkarte habe und auf Guthabenkärtchen angewiesen bin. Sony ist einfach zu dekadent um zu erkennen, dass sie sich mit der Underground-Szene einfach nicht anlegen sollten. Denn die Antwort war genau dieser ganze Datenklau. Auch wenn Anonymus die Angriffe auf die Kundendaten dementiert, so kann man nicht ausschließen, dass es immer Untergruppierungen gibt, die etwas radikaler vorgehen und das wird wohl passiert sein.

Backstory

Als Ende letzten Jahres öffentlich vorgeführt wurde, dass Sony als Zufallszahl zum digitalen Signieren ihrer Inhalte auf der Konsole immer dieselbe Zahl benutzt löste das helles Gelächter auf der 27C3. Normalerweise lässt man eine Zahl wirklich zufällig generieren, wenn man etwas vor neugierigen Augen verschlüsseln will. Sony aber benutzt aus unerfindlichen Gründen (oder einfacher Schlamperei) immer dieselbe Zahl. Im folgenden Video vom 27C3 wird ab ca. 35:17 erklärt, was Sache ist (Achtung: Mathe!).

Da fragt man sich natürlich jetzt: Wieso war das bei der Xbox 360 und Wii anders? Nun, da die PS3 bei ihrer Markteinführung schon damit angepriesen wurde, sie sei ein vollwertiger Computer mit der Möglichkeit Linux zu installieren (wobei die PS3 unter 1 GB RAM hat, was nicht gerade angenehmes Arbeiten verspricht; ich hab’s mal probiert und es war grau-en-haft!), war die Konsole schon von vornherei für Hacker nicht allzu interessant. Eine Devise lautet nämlich: Wenn Linux auf bestimmter Hardware nicht läuft, dann wird sie gehackt, bis es läuft.

Als Sony mit der PS3 “Slim” seine überarbeitete Version auf den Markt brachte, fehlte die Unterstützung für Linux urplötzlich. Die neue Firmware 3.0 wurde zur selben Zeit freigegeben und erlaubte auf den älteren Modellen noch die Nutzung eines “OtherOS”. Ab da an dürften einige doch hellhörig geworden sein. Warum hatte Sony die Möglichkeit entfernt? Richtig los ging es erst als “Geohot” die Platine seine PS3 gezappt hatte und auf einen Speicherbereich zugreifen konnte, der ihm eigentlich verwährt sein sollte. Hilfe nahm er sich dabei von der “OtherOS” Option und einem selbstgeschriebenen Linux-Kernel Modul. Sony hat sich sofort in die Hosen gemacht und mit dem Firmware Update 3.21 Linux komplett von allen PS3 Konsolen verbannt. Und das brachte den Stein erst richtig ins Rollen.

Nun machten sich einige daran auch für die PS3 Custom Firmwares zu schreiben. Geohot war einer der ersten, die die Linux-kompatibilität wiederherstellten. Natürlich war die komplette Piraterie-Szene in hellem Aufruhr und machte sich Hoffnungen auf ISO-Loader und was-weiß-ich. Aber das sollte erst später kommen – und zwar in Form von PS3 Jailbreak USB-Dongles. Dieser wies die PS3 als Entwickler-Kit aus und erlaubten einige Dinge, u. A. das Kopieren von PS3 Spielen auf die Festplatte.

Zwischenzeitlich bracht Sony mit dem Firmware Update einige Klagen vom Zaun. Viele fühlten sich betrogen, dass ein angeworbenes Feature einfach so gestrichen wurde und das Gerät somit an Funktionalität und Wert eingebüst hatte.

Fail0verflow veröffentlichte trotz ihrer Entdeckung die Keys nicht. Das tat Geohot anfang Januar 2011. Mit diesen Keys war es jedem möglich selbstgeschriebene Software mit den selben Rechten auf der Konsole auszuführen wie Sony selbst. Sony waren die Hände gebunden. Man hätte zwar die Keys mit einem weiteren Update ändern können, doch das hätte zur Folge gehabt, das alle Spiele bis zu diesem Zeitpunkt nicht mehr von der Konsole akzeptiert werden würden. Also verklagte Sony lieber jemanden für ihre Schlamperei, anstatt etwas auf IT-Ebene dagegen zu tun.

Rootkits auf Audio CDs

Zuerst mal: Was ist ein Rootkit?

Rootkit

Ein Rootkit ist eine Technologie oder auch Software, die dazu dient Malware vor dem Benutzer und der Sicherheitssoftware zu verstecken. Dazu greift das Rootkit tief in das Betriebssystem ein, wartet auf Anfragen an das Betriebssystem und manipuliert die Antworten an den Benutzer oder die Sicherheitssoftware.

Aus dem Chip.de Glossar: http://blog.chip.de/0-security-blog/glossar/

Sony hat im November 2005 auf Computern, die diese preparierten Audio CDs abgespielt haben solche Rootkits installiert, um das Kopieren zu erschweren. Doch da Rootkits eben bestimmte Dinge vor dem Benutzer verbergen hatte es auch ein Schlupfloch, das Hacker wiederum dazu benutzen konnten in die Systeme der Nutzer einzudringen. Ich meine: Wie dreist muss man als Firma sein den Kunden wohlwissentlich Malware auf den Rechner zu schleusen, die dann auch noch so löchrig geschrieben ist, dass Hacker das System kompromittieren können um daraus eine weitere Viren- oder Spamschleuder zu machen, nur damit sie nicht kopiert werden können? Vielen Dank auch, Sony! (nicht!)

Fehlerhafte Akkus

Ihr habt bestimmt auch von den explodierenden Laptop Akkus gehört? Das war November 2006, gerade mal ein Jahr später.

Obwohl Sony bei Laptops auch eher nur Mist baut (meine Lehrerin hatte ein Vaio und OMG, war das laaaaahhhhhmmmm. Es war immer eine Qual das Ding zu optimieren, wenn es hieß: Der ist so langsam, kann man da nichts tun? Am liebsten hätte ich gesagt: Nee, is’n Vaio, da is Hopfen und Malz verloren) sind sie doch ein großer Zulieferer von Laptop Akkus. Nur zu dumm, wenn große Laptophersteller insgesamt über 5 Mio Laptops zurückrufen müssen, weil der Akkuhersteller geschlampt hat.

PS3 viel zu teuer

Okay, okay. Heute kostet das Ding “nur noch” 300-400 EUR. Aber wer erinnert sich nicht, als es zur Markteinführung noch das Doppelte kostete und gerade mal eine halb so große Festplatte verbaut war. Bis die PS3 dann auch mal da war, war die Xbox 360 trotz des RRoD weiter verbreitet und akzeptiert (ebenso die Wii mit ihrer neuartigen Bewegungssteuerung), dass die PS3 kaum Fuß auf dem Markt fassen konnte. Dazu kommt auch noch, dass Sony für die PS3 auch noch draufgezahlt hat und die Entwicklung von Spielen eher kompliziert gewesen sein soll, was wohl auch den Mangel an guten Spielen erklärt hat.

Nicht zu vergessen, dass Linuxkompatibilität nicht das einzige ist, das nach dem Verkaufsstart gestrichen wurde. Komischerweise blieb die PS1 Kompatibilität. Wahrscheinlich auch nur um die Virtual Console der Wii abzukupfern.

iTunes Abklatsch, die erste

Wusstet ihr auch schon, dass Sony schon mal versuchte iTunes von Apple zu immitieren? Nein? Ich auch nicht. Das ganze Projekt schimpfte sich allerdings “Connect” und hielt sich gerade mal 14 Monate – und das auch nur in Japan und Europa. Jetzt versuchen sie es halt wieder. MediaGo ist ja schon fast ähnlich aufgebaut wie iTunes und dieses Qriocity (ausgesprochen wie “curiosity” = Neugierde) soll wohl die Musik bringen. Als Abo versteht sich, die Kohle darf man sich doch nicht so leichtfertig durch die Lappen gehen lassen!

Meeeiiiinnnn Formaaaaaat

Sony braucht bei Formaten immer ne Extrawurst. Hier ein Beispiel:

Das erste Mal, dass ich mal doof geschaut hab, war wohl, als ich einer Freundin Musik auf meinem Handy zeigen wollte, aber dann der Akku leer war. Kein Problem, dachte ich, ich nehm die SD-Karte einfach raus und wir tun sie in ihr Handy! Pustekuchen! Sony Ericsson Handys nehmen nämlich nur den SD-Klon von Sony, genannt Memory Stick. Die sind zu SD seblstverständlich inkompatibel und finden nur in Sony Produkten Anwendung, u. A. die PSP, Kameras, Handys usw.

Bei der PSP kann’s mir ja egal sein, aber bei Handys und Kameras ist es wohl etwas übertrieben. Und Sony wäre ja nicht Sony, wenn es nicht zigtausende Varianten und Revisionen ihres SD-Klons rausgebracht hätte.

Apropos PSP: Jedem dürfte wohl geläufig sein, dass für die PlayStation zum überall mit hinnehmen ein völlig neues Disk-Format entwickelt wurde: die UMD! Eigentlich keine schlechte Sache. Eine Mini-Disc mit einer Speicherkapazität von bis zu 1,8 GB, genug für tolle Spiele, Filme und Musik! Die UMD hätte die Welt des mobilen Entertainments revolutionieren können, wie die MiniDisc zuvor! (ich kann nicht glauben, dass ich den Vergleich zieh)

Aber: hätte, hätte, Fahrradkette…

Die UMD hat sich bei den großen Filmstudios nicht durchgesetzt und so auch nicht in anderen Geräten als der PSP. Musik UMDs gab’s nur in Japan und selbst heute sind Film UMDs eine Seltenheit in den Kaufhausregalen. Auf Amazon kann man sogar noch ein paar Serien auf UMD kaufen. Ich hab auch 2 Video UMDs daheim: Steamboy und Bullyparade. Wobei ich es der PSP schon gegönnt hätte, wenn das Format besser angekommen wäre. Doch selbst Spielehersteller beschweren sich, dass nur Sony in der Lage ist UMDs herzustellen. Die müssen nämlich ein Master-Image an Sony schicken, die es dann auf eine UMD bringen. Damit sind wir auch schon beim nächsten Kritikpunkt: Es gibt keine UMD-Brenner. Warum nicht? Ich weiß es nicht, aber ich bin sicher nicht der einzige, der sich denk, dass das Format wie die CD und DVD viel akzeptierter gewesen wäre, wenn es Brenner dafür gegeben hätte. Aber mal abgesehen davon, kann man ja auch so Videos vom Memory Stick der PSP schauen. Hm… wenigstens keine Rohlinge, die irgendwann nutzlos werden und als Frisbee enden, naja…

Aber zum Glück hat Sony ja auch wieder den Weg in die Zukunft zeigen wollen, für die niemand bereit war zu zahlen: die PSPgo. Mal ehrlich, wer kommt auf die total bescheuerte Idee eine Revision rausbringen, bei der ich alle meine Spiele, die ich schon habe, nochmal kaufen muss? Was hätte gegen ein System gesprochen, mit dem ich nur eine Seriennummer eingeben muss, um das Spiel kostenlos als Download zu erhalten? Ich sag’s euch: CASH! Reine Geldmacherei! Und dann ist die PSPgo auch noch teurer als der Vorgänger obwohl das UMD Laufwerk fehlt und nicht mal die gleichen Memory Sticks passen (es mussten nämlich Memory Sticks M2 verwendet werden, der Klon zu Micro SDs). Es wird sich noch ziegen müssen was das PlayStation Handy Xperia Play so bringen wird. Und nicht zu vergessen die NGP.

Mal so am Rande des Format-Wahnsinns: Kennt irgendwer eigentlich das ATRAC Format für Audio Dateien? Nicht? Dann habt ihr auch nichts verpasst. Es sollte ursprünglich ein stromsparendes Format für Audio sein. Pffff-bwaaahahaha. Sorry, aber wenn man am Audioformat Strom sparen möchte, dem muss entweder langweilig sein oder die Chefetage von Sony wusste mal wieder nicht, was sie ihren Ingenieuren zu arbeiten geben sollte.

Die SACD kennen wahrscheinlich auch nur die wenigsten, und dann vielleicht auch nur, weil sie in der Wikipedia mal die Formate durchgeklickt haben. Die Unterstützung für SACD wurde aus der PS3 ja auch gestrichen (von Audio-DVDs red ich gleich gar nicht) und soll jetzt durch Audio Blu-Rays ersetzt werden, die wahrscheinlich genauso Ladenhüter werden, wie alle ihre Vorgänger. Weil realistisch betrachtet: Kein Opernliebhaber kauft sich eine PS3 wenn darauf so kontroverse Spiele wie CoD:MW2 rausgebracht werden, nur damit er sich im Heimkino klang eine Oper auf Blu-Ray anhören kann.

Andere Lacher sind noch die HiFD (“Die Diskette des 21. Jahrhunderts!”) und die Blu-spec CD (Was ist das denn? Genau).

Tolle Kamera, scheiße umgesetzt

Man soll’s nicht glauben, aber eine Kamera mit Wi-Fi Anbindung war auch mal eine Vision von Sony. Doch auch 10 Megapixel und 4x Zoom konnten kaum wett machen, dass die Kamera nur Wi-Fi only war (d. h. ein Netzwerk musste in der näheren Umgebung sein, um die Fotos irgendwo hochladen zu können) und mit 499 EUR einfach ihr Geld nicht wert war.

Was regt euch noch so an Sony auf? Schreibt es mir in die Kommentare!

Weblinks

Sony’s missteps through the years – cnet
Sony: Personal info compromised on PSN – cnet