Archiv der Kategorie: Rantings

Ich werde einen Löschantrag meines Facebook Accounts einreichen

Nein, das wird nicht eins dieser klischeebehafteten Posts, in denen zum Facebook Boykott aufgerufen wird, der dann eh im Sand verläuft, weil der durchschnittliche Facebook User an und für sich die Beständigkeit einer gebackenen Kartoffel besitzt. Ich mein das todernst!
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Diablo 3 Probleme lösen sich, tausende Fanboys völlig aufgelöst

Ich amüsier mich ja zurzeit köstlich über das Spektakel von Diablo 3. Nicht, dass ich nicht auch voll ralle auf das Spiel wär, ganz im Gegenteil. Ich hab auch am Beta-Wochenende teilgenommen (oder es zumindest versucht), aber das war ja auch der letzte Brainfuck. Erst sind die Login-Server aufgrund des Ansturms explodiert und dann konnte man sich nur auf den US-Servern einloggen. Und keiner sagt mir was!

Aber jetzt stellt sich nach Release die große Ernüchterung ein, dass Diablo 3 einem nicht so die Klöten abreißt, wie es sich viele vielleicht erhofft hatten.
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Das Internet auf Messers Schneide

Am 18. Januar 2012 wurde im gesamten Netz gegen die Gesetzesentwürfe Stop Online Piracy Act und PROTECT IP Act protestiert, die das Internet in seiner Form, wie wir es kennen, bis zur unkenntlichkeit verkrüppeln könnte. Der Stop Online Piracy Act (SOPA) ist ein Gesetz, das – sollte es abgesegnet werden – dem Internet in seiner Offenheit und Freiheit Schaden von noch nicht abschätzbarem Ausmaß zufügen kann. Und ich rede dabei von einem Schaden der bei mindestens astronomisch beginnt!

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Final Fantasy est mort, vive le Final Fantasy

Okay, das ist ein Thema, für das ich den letzten Artikel nicht einfach nur update, weil das schon wieder viel zu groß werden wird.

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Sony lernt aus dem PSN Hack

Nein, ehrlich! Tun sie wirklich! Allerdings anders als man zuerst vermuten würde. Wie die BBC UK berichtet:

“Sony is preparing to ban gamers from the PlayStation Network (PSN) unless they waive the right to collectively sue it over future security breaches.”

Was auf Deutsch nicht weniger heißt wie:

“Sony plant Spieler aus dem PlayStation Network (PSN) auszuschließen, wenn sie nicht auf das Recht verzichten, gegen zukünftige Sicherheitsverstöße Sammelklagen einzureichen.”

Ich glaub ich fön… Nicht nur, dass Sony damit ultimativ seine maßlose Dekadenz krönt, jetzt berauben sie auch noch Kunden ihrer Rechte, nur weil sie zu dumm sind ihre Server nach Industriestandards abzusichern. Da ändern sie jetzt die PSN AGBs, dass man nicht mehr gegen sie Klagen darf anstatt nachzubessern. Super, echt super. Sollte man dann sonst noch irgendwelche Probleme mit Sony haben muss man erst mal mit nem Schlichter, den sich Sony aussuchen darf, zu keiner Einigung kommen, bevor man eine Klage einreichen darf.

Wenn ihr euch das nächste Mal ins PSN einloggt werdet ihr entweder den neuen AGBs zustimmen müssen oder ihr könnt euch einfach nicht mehr einloggen. Eine Klausel zum “opt-out” gibt es auch, also lest die neuen AGBs durch, wenn euch euer Sammelklagenrecht was wert ist. Den neuen müsst ihr dazu aber trotzdem erst mal zustimmen.

Den Sinn: erkenn ich nicht. Aber anscheinend denken sich die Top-Manager jetzt, dass ihr armes Konzernchen genug geblutet hat. Ich finde aber für solche Unverschämtheiten sollten sie noch mehr bluten als für den Hack, solche Klauseln sind ja schon fast wieder Kriminell!

In eigener Sache: Diese Wie-du-mit-so-ich-dir-Mentalität kotzt mich langsam aber sicher an

Ich habe mich in letzter Zeit vermehrt Fällen gegenüber gesehen, in denen ich auf der zwischenmenschlichen Ebene zwar nicht so ganz auf die feine englische Art argumentiert habe, dennoch scheint es meinem Gegenüber dann als allgemein angemessen es mir gleich zu tun. Mal abgesehen davon, dass ein solches Verhalten absolut kindisch ist und rein gar nichts zur Lösung eines bestehenden Konflikts beiträgt, verhärtet es außerdem noch die Fronten und trägt eher zur Eskalation bei.

Mich würde mal ernsthaft interessieren woher diese Mentalität kommt und wer zum Teufel das so weiterverbreitet hat, als sei es in Ordnung? Denn das ist es eben genau nicht! Fehltritte eines anderen sind kein Freibrief um sich nach Lust und Laune selbst weitere, vielleicht sogar noch größere zu leisten.

Für mich stellt sich in solchen Situationen nur eins klar in den Raum: mein Gegenüber ist ein Anhänger der beschissenen Ellbogengesellschaft in der wir leben, in der es darum geht seine Stärke und Überlegenheit zu beweisen. Doch das Bild von Stärke und Überlegenheit, das diese Gesellschaft vermitteln will, ist für mich eher ein Trugbild, das mehr und mehr zu ihrem eigenen Zerfall beiträgt. Muss diese Stärke und Überlegenheit denn immer darin bestehen dem anderen nicht auch einen fairen Prozess zu gönnen, in dem auch er die Möglichkeit hat seine Argumente vorzubringen und begründen zu können? Muss immer gleich mit Beleidigungen, Kraftausdrücken oder sogar Gewalt geantwortet werden, wenn die eigenen Argumente unterliegen?

Ich für meinen Teil sehe meine Stärke und Überlegenheit viel mehr darin einzugestehen, wenn ich mich in eine Sackgasse argumentiert habe. Wenn mich jemand in einer offenen und ernstgemeinten Diskussion aussticht, dann sehe ich meine Niederlage ein.

Etwas völlig anderes ist es allerdings, wenn solche 0-8-15 Streithähne meinen sich mit ihren fadenscheinigen Tunnelblicken auch noch zu Rühmen und die eigenen Ansichten dabei als Null, nichtig und vollkommen fehlgeleitet hinzustellen – ja, sich vielleicht sogar noch anzumaßen den salzbedeckten Finger samt Zitrone auf die Wunde zu drücken. Das ist eine Grenze die niemend überschreiten sollte, denn sonst wird es eklig.

Man sagt doch auch gerne mal: “Auf dieses Niveau möchte ich mich nicht herablassen.” Ach?

Anscheinend aber schon, wenn man sich durch die Fehltritte eines anderen dazu bemächtigt fühlt diese sogar noch zu toppen (ironischerweise aber das Niveau der Diskussion dadurch beständig weiter absinken zu lassen). Alles endet dann nur noch darin, dass man dem anderen die Worte im Mund herumdreht und kleinlich die Argumente des anderen zerpflückt, um seine eigenen argumentativen Fehltritte zu rechtfertigen oder besser darzustellen als sie eigentlich sind.

Nun ist mir durchaus bewusst, dass man gegen Hitzköpfe nichts machen kann, wenn sie erst mal in Fahrt sind, außer sich taktisch aus der Diskussion zurückzuziehen, sobald man merkt, dass man nur noch aneinander vorbeiredet und ein Machtkampf entsteht. Denn Sinn eines Streits ist ja eigentlich einen Konflikt aus der Welt zu schaffen, indem Kompromisse geschaffen werden. Nun ist es aber heutzutage wohl auch so, dass der eigenen Überlegenheit weitaus mehr Priorität eingeräumt wird, als dem friedvollen Beilegen einer Meinungsverschiedenheit. Auch scheint der Sinn des Wortes “Streit” immer mehr so verstanden zu werden, dass man sich während eines solchen mit wüsten Beschimpfungen bewerfen muss – muss man aber nicht, das geht auch friedvoller.

Meinungen sind nun einmal unterschiedlich und wenn man nicht übereinstimmt, gilt es einen Konsens – einen Mittelweg – zu finden auf den man sich gemeinsam einigen kann. Ich weiß selbst, auf was für dünnes Eis man sich mit einem solchen Unterfangen begeben kann und meist ist selbst mir die Gefahr einzubrechen zu groß und lasse dem anderen seine Meinung – egal für wie bescheuert ich sie halten mag. Denn mir ist nicht danach ein stures Kind zu bekehren, das sich nicht bekehren lassen will, weil es nicht über den eigenen Tellerrand hinausblicken kann.

Abschließen möchte ich dieses sozialpsychologische Ranting mit einem Zitat:

“Nichts ist häufiger, als dass am Ende eines Streits beide Gegner um die Wette Unsinn reden.”

– Ferdinando Galiani, Dialoge

FF7 Remake? Wer braucht denn sowas?

Mir fehlen die Worte… Mir fehlen echt sämtliche Worte zu der Äußerung von Kitase was Final Fantasy HD Collections angeht. Lest einfach selbst:

“Wir sind noch unentschlossen, aber wenn die Fans mit Nachdruck nach solchen Portierungen verlangen, dann würden wir es uns natürlich überlegen, es gibt aber noch keine Pläne in diese Richtung.”

Sehr geehrter Herr Kitase… WHAT THE FUCK?! Ich mein, ernsthaft, wie lange hat uns Square Enix mit FFXIII hingehalten bis es dann den Erwartungen nicht gerecht werden konnte? Wie groß wurden unsere Augen, als auf der E3 2005 eine Tech Demo der FFVII Intro Sequenz auf PS3 Hardware gezeigt wurde, um deren Leistungsstärke zu demonstrieren? Noch bis zum heutigen Tag reißen die Meldungen und Spekulationen über ein in Entwicklung befindliches FFVII Remake einfach nicht ab. Und dann so ‘ne gequirlte Kacke! Wenn es schon um HD Remakes geht, dann ist FFVII PFLICHT! “Low demand” my ASS!

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Das PSN ist nicht das einzige, das Sony verkackt hat

Es mag jetzt vielleicht so ausschauen, als ob ich auf nem Sony-bash-wahn bin, aber das bin ich nicht. Weil eigentlich macht Sony keine schlechten Sachen: die CD, den Walkman, die Blu-Ray Disc. Nur manchmal leistet sich dieses Multimedia Konglomerat Schnitzer, die dann so tief sind, dass man ernsthaft an der Glaubwürdigkeit zweifeln möchte. Über Twitter habe ich mal alle Nachrichten mit #PSN angesehen und bin dabei über ein paar weitere Schnitzer gestolpert, die ich hier mal dokumentieren möchte.

PSN/PS3 Hack

Klar, das ist derzeit der übelste Schnitzer schlechthin für den Sony nicht nur von den Medien, sondern auch von den Kunden heftig kritisiert wird. Wie ich schon in meiner Version der PSN E-Mail kritisiert habe, ist Sony in bezug auf die PS3 IT-Sicherheitstechnisch nicht das erste Mal auf die Schnauze gefallen. Lest den Backstory-Teil, wenn ihr wissen wollt, wie sich das alles hochgeschaukelt hat.

Die Theorien, wie es dazu kommen konnte, gehen auseinander. Manche meinen die Gruppe “Anonymus” wäre in das PSN eingedrungen und hätte die Daten entwendet, da sie ja zuvor schon Sony den “digitalen Krieg” erklärt haben. Andere Berichte gehen in die Richtung, dass mit einer gehackten Firmware auf Entwicklerebene auf den PlayStation Store zugegriffen wurde, was das Herunterladen von Inhalten kostenlos machte. Und manche vermuten sogar Geohot hinter den Angriffen – dieser dementiert sie aber mit der Begründung, dass er solche Praktiken verurteilt: “Ich bin doch nicht verrückt und würde es vorziehen auf einen Besuch vom FBI zu verzichten.”

Fakt in der ganzen Angelegenheit ist, dass die Datenbanken mit über 70 Mio Datensätzen über PSN User unverschlüsselt waren. Selbst wir hätten ohne Mühen alle Daten durchschauen und jedem eine E-Mail schicken können: “Ich weiß wo dein Haus wohnt – ehrlich: [adresse hier]“. Einzig die Kreditkartendaten, die auf 2,2 Mio Datensätze geschätzt werden, waren verschlüsselt gespeichert. Die Berichte, dass es schon bei einzelnen Leuten zu finanziellen Schäden gekommen ist finde ich fragwürdig, da nicht eindeutig betitelt wurde, ob es sich um Kreditkarten in Verbindung mit PSN Accounts handelt.

Deshalb ist auch mein Vertrauen in Sony mehr als angeknackst, und da bin ich nicht alleine. Allein wie lange Sony gezögert hat, seine Kunden über diesen Sachverhalt zu informieren ist eine Frechheit (Festgestellt: 17.-19. April – benachrichtigung per E-Mail: 23. April). Und nicht ein Wort von Entschuldigung in der E-Mail, nur Dankeschön für die Geduld! Eine Firma die so leichtfertig mit den Daten umgeht, die sie von mir haben will, verdient kein Vertrauen. Aber was will ich machen? Ich will noch weiter Inhalte aus dem PlayStation Store beziehen und dazu brauche ich nun mal einen PSN Account. Das einzige, worüber ich mich freuen kann ist, dass ich keine Kreditkarte habe und auf Guthabenkärtchen angewiesen bin. Sony ist einfach zu dekadent um zu erkennen, dass sie sich mit der Underground-Szene einfach nicht anlegen sollten. Denn die Antwort war genau dieser ganze Datenklau. Auch wenn Anonymus die Angriffe auf die Kundendaten dementiert, so kann man nicht ausschließen, dass es immer Untergruppierungen gibt, die etwas radikaler vorgehen und das wird wohl passiert sein.

Backstory

Als Ende letzten Jahres öffentlich vorgeführt wurde, dass Sony als Zufallszahl zum digitalen Signieren ihrer Inhalte auf der Konsole immer dieselbe Zahl benutzt löste das helles Gelächter auf der 27C3. Normalerweise lässt man eine Zahl wirklich zufällig generieren, wenn man etwas vor neugierigen Augen verschlüsseln will. Sony aber benutzt aus unerfindlichen Gründen (oder einfacher Schlamperei) immer dieselbe Zahl. Im folgenden Video vom 27C3 wird ab ca. 35:17 erklärt, was Sache ist (Achtung: Mathe!).

Da fragt man sich natürlich jetzt: Wieso war das bei der Xbox 360 und Wii anders? Nun, da die PS3 bei ihrer Markteinführung schon damit angepriesen wurde, sie sei ein vollwertiger Computer mit der Möglichkeit Linux zu installieren (wobei die PS3 unter 1 GB RAM hat, was nicht gerade angenehmes Arbeiten verspricht; ich hab’s mal probiert und es war grau-en-haft!), war die Konsole schon von vornherei für Hacker nicht allzu interessant. Eine Devise lautet nämlich: Wenn Linux auf bestimmter Hardware nicht läuft, dann wird sie gehackt, bis es läuft.

Als Sony mit der PS3 “Slim” seine überarbeitete Version auf den Markt brachte, fehlte die Unterstützung für Linux urplötzlich. Die neue Firmware 3.0 wurde zur selben Zeit freigegeben und erlaubte auf den älteren Modellen noch die Nutzung eines “OtherOS”. Ab da an dürften einige doch hellhörig geworden sein. Warum hatte Sony die Möglichkeit entfernt? Richtig los ging es erst als “Geohot” die Platine seine PS3 gezappt hatte und auf einen Speicherbereich zugreifen konnte, der ihm eigentlich verwährt sein sollte. Hilfe nahm er sich dabei von der “OtherOS” Option und einem selbstgeschriebenen Linux-Kernel Modul. Sony hat sich sofort in die Hosen gemacht und mit dem Firmware Update 3.21 Linux komplett von allen PS3 Konsolen verbannt. Und das brachte den Stein erst richtig ins Rollen.

Nun machten sich einige daran auch für die PS3 Custom Firmwares zu schreiben. Geohot war einer der ersten, die die Linux-kompatibilität wiederherstellten. Natürlich war die komplette Piraterie-Szene in hellem Aufruhr und machte sich Hoffnungen auf ISO-Loader und was-weiß-ich. Aber das sollte erst später kommen – und zwar in Form von PS3 Jailbreak USB-Dongles. Dieser wies die PS3 als Entwickler-Kit aus und erlaubten einige Dinge, u. A. das Kopieren von PS3 Spielen auf die Festplatte.

Zwischenzeitlich bracht Sony mit dem Firmware Update einige Klagen vom Zaun. Viele fühlten sich betrogen, dass ein angeworbenes Feature einfach so gestrichen wurde und das Gerät somit an Funktionalität und Wert eingebüst hatte.

Fail0verflow veröffentlichte trotz ihrer Entdeckung die Keys nicht. Das tat Geohot anfang Januar 2011. Mit diesen Keys war es jedem möglich selbstgeschriebene Software mit den selben Rechten auf der Konsole auszuführen wie Sony selbst. Sony waren die Hände gebunden. Man hätte zwar die Keys mit einem weiteren Update ändern können, doch das hätte zur Folge gehabt, das alle Spiele bis zu diesem Zeitpunkt nicht mehr von der Konsole akzeptiert werden würden. Also verklagte Sony lieber jemanden für ihre Schlamperei, anstatt etwas auf IT-Ebene dagegen zu tun.

Rootkits auf Audio CDs

Zuerst mal: Was ist ein Rootkit?

Rootkit

Ein Rootkit ist eine Technologie oder auch Software, die dazu dient Malware vor dem Benutzer und der Sicherheitssoftware zu verstecken. Dazu greift das Rootkit tief in das Betriebssystem ein, wartet auf Anfragen an das Betriebssystem und manipuliert die Antworten an den Benutzer oder die Sicherheitssoftware.

Aus dem Chip.de Glossar: http://blog.chip.de/0-security-blog/glossar/

Sony hat im November 2005 auf Computern, die diese preparierten Audio CDs abgespielt haben solche Rootkits installiert, um das Kopieren zu erschweren. Doch da Rootkits eben bestimmte Dinge vor dem Benutzer verbergen hatte es auch ein Schlupfloch, das Hacker wiederum dazu benutzen konnten in die Systeme der Nutzer einzudringen. Ich meine: Wie dreist muss man als Firma sein den Kunden wohlwissentlich Malware auf den Rechner zu schleusen, die dann auch noch so löchrig geschrieben ist, dass Hacker das System kompromittieren können um daraus eine weitere Viren- oder Spamschleuder zu machen, nur damit sie nicht kopiert werden können? Vielen Dank auch, Sony! (nicht!)

Fehlerhafte Akkus

Ihr habt bestimmt auch von den explodierenden Laptop Akkus gehört? Das war November 2006, gerade mal ein Jahr später.

Obwohl Sony bei Laptops auch eher nur Mist baut (meine Lehrerin hatte ein Vaio und OMG, war das laaaaahhhhhmmmm. Es war immer eine Qual das Ding zu optimieren, wenn es hieß: Der ist so langsam, kann man da nichts tun? Am liebsten hätte ich gesagt: Nee, is’n Vaio, da is Hopfen und Malz verloren) sind sie doch ein großer Zulieferer von Laptop Akkus. Nur zu dumm, wenn große Laptophersteller insgesamt über 5 Mio Laptops zurückrufen müssen, weil der Akkuhersteller geschlampt hat.

PS3 viel zu teuer

Okay, okay. Heute kostet das Ding “nur noch” 300-400 EUR. Aber wer erinnert sich nicht, als es zur Markteinführung noch das Doppelte kostete und gerade mal eine halb so große Festplatte verbaut war. Bis die PS3 dann auch mal da war, war die Xbox 360 trotz des RRoD weiter verbreitet und akzeptiert (ebenso die Wii mit ihrer neuartigen Bewegungssteuerung), dass die PS3 kaum Fuß auf dem Markt fassen konnte. Dazu kommt auch noch, dass Sony für die PS3 auch noch draufgezahlt hat und die Entwicklung von Spielen eher kompliziert gewesen sein soll, was wohl auch den Mangel an guten Spielen erklärt hat.

Nicht zu vergessen, dass Linuxkompatibilität nicht das einzige ist, das nach dem Verkaufsstart gestrichen wurde. Komischerweise blieb die PS1 Kompatibilität. Wahrscheinlich auch nur um die Virtual Console der Wii abzukupfern.

iTunes Abklatsch, die erste

Wusstet ihr auch schon, dass Sony schon mal versuchte iTunes von Apple zu immitieren? Nein? Ich auch nicht. Das ganze Projekt schimpfte sich allerdings “Connect” und hielt sich gerade mal 14 Monate – und das auch nur in Japan und Europa. Jetzt versuchen sie es halt wieder. MediaGo ist ja schon fast ähnlich aufgebaut wie iTunes und dieses Qriocity (ausgesprochen wie “curiosity” = Neugierde) soll wohl die Musik bringen. Als Abo versteht sich, die Kohle darf man sich doch nicht so leichtfertig durch die Lappen gehen lassen!

Meeeiiiinnnn Formaaaaaat

Sony braucht bei Formaten immer ne Extrawurst. Hier ein Beispiel:

Das erste Mal, dass ich mal doof geschaut hab, war wohl, als ich einer Freundin Musik auf meinem Handy zeigen wollte, aber dann der Akku leer war. Kein Problem, dachte ich, ich nehm die SD-Karte einfach raus und wir tun sie in ihr Handy! Pustekuchen! Sony Ericsson Handys nehmen nämlich nur den SD-Klon von Sony, genannt Memory Stick. Die sind zu SD seblstverständlich inkompatibel und finden nur in Sony Produkten Anwendung, u. A. die PSP, Kameras, Handys usw.

Bei der PSP kann’s mir ja egal sein, aber bei Handys und Kameras ist es wohl etwas übertrieben. Und Sony wäre ja nicht Sony, wenn es nicht zigtausende Varianten und Revisionen ihres SD-Klons rausgebracht hätte.

Apropos PSP: Jedem dürfte wohl geläufig sein, dass für die PlayStation zum überall mit hinnehmen ein völlig neues Disk-Format entwickelt wurde: die UMD! Eigentlich keine schlechte Sache. Eine Mini-Disc mit einer Speicherkapazität von bis zu 1,8 GB, genug für tolle Spiele, Filme und Musik! Die UMD hätte die Welt des mobilen Entertainments revolutionieren können, wie die MiniDisc zuvor! (ich kann nicht glauben, dass ich den Vergleich zieh)

Aber: hätte, hätte, Fahrradkette…

Die UMD hat sich bei den großen Filmstudios nicht durchgesetzt und so auch nicht in anderen Geräten als der PSP. Musik UMDs gab’s nur in Japan und selbst heute sind Film UMDs eine Seltenheit in den Kaufhausregalen. Auf Amazon kann man sogar noch ein paar Serien auf UMD kaufen. Ich hab auch 2 Video UMDs daheim: Steamboy und Bullyparade. Wobei ich es der PSP schon gegönnt hätte, wenn das Format besser angekommen wäre. Doch selbst Spielehersteller beschweren sich, dass nur Sony in der Lage ist UMDs herzustellen. Die müssen nämlich ein Master-Image an Sony schicken, die es dann auf eine UMD bringen. Damit sind wir auch schon beim nächsten Kritikpunkt: Es gibt keine UMD-Brenner. Warum nicht? Ich weiß es nicht, aber ich bin sicher nicht der einzige, der sich denk, dass das Format wie die CD und DVD viel akzeptierter gewesen wäre, wenn es Brenner dafür gegeben hätte. Aber mal abgesehen davon, kann man ja auch so Videos vom Memory Stick der PSP schauen. Hm… wenigstens keine Rohlinge, die irgendwann nutzlos werden und als Frisbee enden, naja…

Aber zum Glück hat Sony ja auch wieder den Weg in die Zukunft zeigen wollen, für die niemand bereit war zu zahlen: die PSPgo. Mal ehrlich, wer kommt auf die total bescheuerte Idee eine Revision rausbringen, bei der ich alle meine Spiele, die ich schon habe, nochmal kaufen muss? Was hätte gegen ein System gesprochen, mit dem ich nur eine Seriennummer eingeben muss, um das Spiel kostenlos als Download zu erhalten? Ich sag’s euch: CASH! Reine Geldmacherei! Und dann ist die PSPgo auch noch teurer als der Vorgänger obwohl das UMD Laufwerk fehlt und nicht mal die gleichen Memory Sticks passen (es mussten nämlich Memory Sticks M2 verwendet werden, der Klon zu Micro SDs). Es wird sich noch ziegen müssen was das PlayStation Handy Xperia Play so bringen wird. Und nicht zu vergessen die NGP.

Mal so am Rande des Format-Wahnsinns: Kennt irgendwer eigentlich das ATRAC Format für Audio Dateien? Nicht? Dann habt ihr auch nichts verpasst. Es sollte ursprünglich ein stromsparendes Format für Audio sein. Pffff-bwaaahahaha. Sorry, aber wenn man am Audioformat Strom sparen möchte, dem muss entweder langweilig sein oder die Chefetage von Sony wusste mal wieder nicht, was sie ihren Ingenieuren zu arbeiten geben sollte.

Die SACD kennen wahrscheinlich auch nur die wenigsten, und dann vielleicht auch nur, weil sie in der Wikipedia mal die Formate durchgeklickt haben. Die Unterstützung für SACD wurde aus der PS3 ja auch gestrichen (von Audio-DVDs red ich gleich gar nicht) und soll jetzt durch Audio Blu-Rays ersetzt werden, die wahrscheinlich genauso Ladenhüter werden, wie alle ihre Vorgänger. Weil realistisch betrachtet: Kein Opernliebhaber kauft sich eine PS3 wenn darauf so kontroverse Spiele wie CoD:MW2 rausgebracht werden, nur damit er sich im Heimkino klang eine Oper auf Blu-Ray anhören kann.

Andere Lacher sind noch die HiFD (“Die Diskette des 21. Jahrhunderts!”) und die Blu-spec CD (Was ist das denn? Genau).

Tolle Kamera, scheiße umgesetzt

Man soll’s nicht glauben, aber eine Kamera mit Wi-Fi Anbindung war auch mal eine Vision von Sony. Doch auch 10 Megapixel und 4x Zoom konnten kaum wett machen, dass die Kamera nur Wi-Fi only war (d. h. ein Netzwerk musste in der näheren Umgebung sein, um die Fotos irgendwo hochladen zu können) und mit 499 EUR einfach ihr Geld nicht wert war.

Was regt euch noch so an Sony auf? Schreibt es mir in die Kommentare!

Weblinks

Sony’s missteps through the years – cnet
Sony: Personal info compromised on PSN – cnet

Meine Version der PSN E-Mail

Sony hat es endlich mal geschafft, die E-Mails an die über 70 Mio. PSN User zu schicken in denen sie so ziemlich erklären, dass sie Mist gebaut haben. Anders als die meisten bin ich nicht darüber verärgert, dass ich nicht online daddeln kann, sondern viel mehr darüber, wie man IT-Sicherheitstechnisch so auf ganzer Linie versagen kann.

Und weil mich heute früh das Verlangen gekitzelt hat die E-Mail zu parodieren/satiren hab ich’s einfach mal versucht. Viel Spaß!

Achtung, Satire!

Verscherzte PlayStation Not-work und iTunes-Abklatsch Kunden,

wir mussten feststellen, dass wir nicht nur zu dumm sind unsere PS3 effektiv vor Hackern zu schützen und die Software verkackt haben, sondern auch nicht mal unsere Online-Server mit all euren Daten vernünftig abgeriegelt haben. Wer konnte aber auch ahnen, dass wenn wir uns mit diesen Unterground-Clowns in Muttis Keller anlegen so ‘ne Antwort kommt? Als Folge dieser Eingriffe haben wir:

  1. sofort den Stecker gezogen
  2. eine nicht genannte aber super-tolle Sicherheitsfirma damit beauftragt unsere Scheiße wegzuräumen
  3. und obwohl wir ‘ne andere Firma brauchen um den ganzen Mist untersuchen zu lassen mal angefangen die Kisten durch die Gegend zu schieben, damit es wenigstens den Eindruck erweckt wir würden was tun. Eure Daten sind zwar geklaut worden, aber wir hoffen einfach mal, dadurch kommen die wieder.

Uns ist schon klar, dass Ihr übelst angepisst seid, weil Ihr nicht mehr mit Euren 1337-skillz online prollen könnt, aber das ist uns gegenwärtig vollkommen egal.

Während wir hier versuchen die Scheiße wieder grade zu biegen geben wir mal ‘nen Überblick drüber, was alles geklaut wurde:

Name, Adresse (Stadt, Bundesland, Postleitzahl), Land, E-Mail Adresse, Geburtsdatum, PlayStation Not-work/iTunes-Abklatsch Passwort und Login sowie PSN Online ID. Mal davon abgesehen haben die vielleicht noch Eure Kreditkartendaten geklaut, also schaut Euch besser mal um, wo euer Geld hin wandert (wenn schon nicht zu uns, damit wir noch mehr Scheiße mit Erdbeeren produzieren können, den unsere stümperhafte Marketing-Abteilung dann besser anpreisen kann, als sie ist). Ach ja, und für die kleinen unter Euch: die Daten Eurer Eltern sind auch weg, sorry! Die wo’s geklaut haben wissen jetzt auch, was Ihr Euch alles gekauft habt und wo Euer Haus wohnt.

Macht Euch schon mal darauf gefasst, dass die sich noch das holen wollen, was sie nicht aus den ganzen ungesicherten Daten raus lesen können. Die wissen ja jetzt, wo und wie sie euch finden. Es dürfte zwar klar sein, dass wir als dekadentes Multimedia-Konglomerat in keiner Weise von Euch wissen wollen, wie Eure Kreditkarten-, Sozialversicherungs-, Steueridentifikationsnummern lauten, aber es gibt ja immer ein paar Vollidioten die alles raushauen, was man sie fragt, weil sie von nix ‘ne Ahnung haben.

Wie immer sind Best Practices nach sowas, das Passwort zum Zugang zu ändern. Aber ups: Wir sind ja noch damit beschäftigt so zu tun als ob wir was dagegen unternehmen und haben den Stecker ja noch gar nicht wieder eingesteckt. Da müsst ihr wohl noch warten, bis wir meinen das Problem gelöst zu haben, bevor Ihr Euch selbst helfen könnt (oder die Arbeitszeiten der Mitarbeiter der mega-geilen Sicherheitsfirma, die wir Euch nicht sagen wollen, nicht überstrapazieren). Und falls jemand blöd genug ist sich nicht die Mühe zu machen für jedes Konto das er sonst wo hat ein eigenes Passwort zu erfinden, der sollte sich jetzt mal überlegen es nicht doch zu tun.

Vielen Dank, dass ihr unser tolles PlayStation Blog nicht zum explodieren bringt mit wüsten Beschimpfungen usw. sondern dafür Twitter und Facebook hernehmt (mal ganz nebenbei, bis das PSN wieder funzt könnt ihr das eh nicht). Unsere inkompetenten Mitarbeiter heucheln so viel sie können, um den Eindruck zu erwecken es ginge vorwärts. Uns sind Eure Daten mindestens genauso wichtig wie den Hackern, die sich damit auch den Arsch vergolden lassen wollen. Solltet Ihr allerdings doch den Drang verspüren uns den Arsch aufzureißen, schaut doch mal hier vorbei: de.playstation.com/psnoutage. Das Geld von der Kostenpflichtigen Call Center Hotline können wir auch brauchen.

Mit freundlichen Grüßen,
Sony Not-work Entertainment und die Sony Computer Un-Entertainment Teams