Archiv der Kategorie: Sony

PS Vita: Arschbombe oder Bauchklatscher?

Während das Europa und US Release der PS Vita immer näher rückt (22. Februar 2012) häufen sich schon seit dem Japan-Start Meldungen über Hard- und Software-Fehler. Dazu gesellen sich die üblichen Marketingstrategien von Sony, die man als mündiger Kunde nicht nachvollziehen kann.

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OtherOS Sammelklage abgeschmettert

Tja, das war dann wohl nichts weiter als bitch, bitch, whine, whine wegen einem Feature, das sowieso keiner wirklich benutzt hat.

Der zuständige Richter Richard Seeborg entschied am 9. Dezember 2011, dass Sonys Handeln im Hinblick auf Kundenzufriedenheit und Loyalität zwar bestenfalls fragwürdig sei, die Klägerseite aber keine überzeugenden Argumente vorbringen konnte, weswegen Sony nun zur Verantwortung gezogen werden solle.

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Sony lernt aus dem PSN Hack

Nein, ehrlich! Tun sie wirklich! Allerdings anders als man zuerst vermuten würde. Wie die BBC UK berichtet:

“Sony is preparing to ban gamers from the PlayStation Network (PSN) unless they waive the right to collectively sue it over future security breaches.”

Was auf Deutsch nicht weniger heißt wie:

“Sony plant Spieler aus dem PlayStation Network (PSN) auszuschließen, wenn sie nicht auf das Recht verzichten, gegen zukünftige Sicherheitsverstöße Sammelklagen einzureichen.”

Ich glaub ich fön… Nicht nur, dass Sony damit ultimativ seine maßlose Dekadenz krönt, jetzt berauben sie auch noch Kunden ihrer Rechte, nur weil sie zu dumm sind ihre Server nach Industriestandards abzusichern. Da ändern sie jetzt die PSN AGBs, dass man nicht mehr gegen sie Klagen darf anstatt nachzubessern. Super, echt super. Sollte man dann sonst noch irgendwelche Probleme mit Sony haben muss man erst mal mit nem Schlichter, den sich Sony aussuchen darf, zu keiner Einigung kommen, bevor man eine Klage einreichen darf.

Wenn ihr euch das nächste Mal ins PSN einloggt werdet ihr entweder den neuen AGBs zustimmen müssen oder ihr könnt euch einfach nicht mehr einloggen. Eine Klausel zum “opt-out” gibt es auch, also lest die neuen AGBs durch, wenn euch euer Sammelklagenrecht was wert ist. Den neuen müsst ihr dazu aber trotzdem erst mal zustimmen.

Den Sinn: erkenn ich nicht. Aber anscheinend denken sich die Top-Manager jetzt, dass ihr armes Konzernchen genug geblutet hat. Ich finde aber für solche Unverschämtheiten sollten sie noch mehr bluten als für den Hack, solche Klauseln sind ja schon fast wieder Kriminell!

Nominiert für den Most epic FAIL award ist…

…Sony, Sony, Sony und nochmal Sony!

Gleich 4x in derselben Kategorie und seinesgleichen suchend. Es sind zwar nur Nominierungen, aber für mich steht außer Frage, dass Sony irgendeinen Negativ-Award bekommen wird.

Nachdem Sony versucht hat den PS3 Hack dadurch zu vertuschen, indem sie jeden verklagen der damit zu tun hatte, zogen sie damit unheilbringende Aufmerksamkeit auf sich. Sony wurde von den Hackern nach Strich und Faden auseinandergenommen. Das kommt halt davon, wenn man meint es sich erlauben zu können sich mit der Hackerszene anlegen zu können.

Und jetzt kommt’s: Es wurde jetzt eine Sammelklage gegen Sony eingereicht, in der behauptet wird, dass Sony bei der Sicherung der Server mit empfindlichen Kundendaten geschlampt haben soll.

The suit claims that personal information—including credit card numbers and expiration dates—were taken from Sony’s servers, and cites a number of confidential witnesses who claimed Sony’s security was inadequate. Perhaps most damning is the claim that Sony laid off employees working in security before the attacks.

Kurz auf Deutsch: kurz vor dem Hack soll Sony Sicherheitspersonal entlassen haben und somit die Systeme praktisch sich selbst überlassen haben. Zwar dementiert Sony beharrlich, dass keine Kreditkarteninformationen gestohlen wurden, aber es dürfte wohl klar sein, dass es doch so ist. Statt die Server mit Kundendaten besser zu schützen investierte Sony eher in Sicherheit der eigenen Server mit Firmendaten. Ein Auszug aus der Klage:

Just two weeks before the April breach, Sony laid off a substantial percentage of its Sony Online Entertainment workforce, including a number of employees in the Network Operations Center, which, according to Confidential Witness 2, is the group that is responsible for preparing for and responding to security breaches, and who ostensibly has the skills to bring the Network’s security technology up-to-date.

Bei der Aussage ist es kein Wunder, dass Sony den Hackern damit Tür und Tor geöffnet hat, ja gerade dazu eingeladen hat. Dazu sollte man sich auch das Statement von Kazuo Hirai von der E3 2011 auf der Zunge zergehen lassen, dass die Sicherheitsstandards im Zuge des Hacks zumindest auf Industreistandard oder höher angehoben werden sollen. Moment…? Erst jetzt? Daraus könnte man schließen, dass Sonys Sicherheitsstandards vor dem Hack schlechter als Industriestandards waren!

Ich bin schon gespannt, ob diese Sammelklage einen Erfolg bringen wird, denn meiner Meinung nach gehört diesen dekadenten Schnöseln endlich mal in den Arsch getreten! Wer seine Kunden nicht ehrt, ist deren Geld nämlich nicht wert. Denn ohne seine Kunden wäre dieser Konzern gar nicht erst so groß geworden. Darüber sollte Sony mal sinnieren und nicht, wie sie noch mehr Scheiße zu Geld machen können.

Aus NGP mach PSV (PlayStation Vita)

Sony hat auf der diesjährigen E3 endlich offiziell den Nachfolger der PSP vorgestellt. Aus der Next Generation Portable wurde PlayStation Vita. Wie für Sony üblich ist es ein kleines Powerhäuschen.

Spezifikationen

  • 4-Kern ARM Cortex A9 CPU
  • 4-Kern AGX543MP4+ GPU
  • 5 Zoll kapazitiver OLED Multi-Touchscreen (12,7 cm) mit 960×544 Pixel @ 220 ppi
  • kapazitives Multi-Touchpad auf der Rückseite
  • WLAN: IEEE 802.11 b/g/n Standards
  • 3G-Modem (im 3G-Modell)
  • Bluetooth 2.1
  • GPS-Modul
  • gyroskopische 6-Achsen-Bewegungserkennung
  • Kameras auf Vorder- und Rückseite
  • Mikrofon

Software

Anders als bei PSP und PS3 wird die XrossMediaBar auf PlayStation Vita nicht zum Einsatz kommen. Man hat sich für ein auf Touch orientiertes Design entschieden: LiveArea.

Mit dabei sind Funktionen für Social Networks und Trophäen. Mit Hilfe der GPS- und 3G-Funktionen können Spieler mittels “Near” in unmittelbarer Nähe gefunden werden. Dazu kommt noch eine Funktion, die von Sony “Party” getauft wurde. Es ermöglich mit Spielern über das eingebaute Mikrofon (oder per Headset) mit Freunden im PSN zu “telefonieren”, und zu sehen welche Spiele diese gerade spielen und auch weiterzusprechen während man spielt.

Mobilfunk via 3G

Da PlayStation Vita (wie dekliniert man das Teil überhaupt?) in zwei Varianten daherkommt – nämlich einer Wi-Fi only und einer 3G-Version – muss es auch einen Dienstanbieter für den Mobilfunk geben, der einen Datentarif dafür anbietet. In den USA ist das AT&T mit tausenden von Hotspots. Welcher Anbieter in Europa, ganz zu schweigen Deutschland, sich dafür verantwortlich zeigen wird ließ Sony noch im Raum stehen. Gut denkbar, dass es die Telekom wird, aber mal schauen.

Spiele

Wie von Sony nicht anders zu erwarten gibt es auch für PlayStation Vita wieder ein eigenes Format für Spiele: NVG Card. Diese ist zwischen 2 und 4 GB groß (größere sollen folgen) wovon 5-10 % für Spielstände und Patches vorgesehen sind. Ein optisches Laufwerk (wie bspw. UMD) ist nicht vorgesehen. PSP Spiele aus dem PSN Store sind aber weiterhin kompatibel. Über internen Speicher und externe Erweiterungsmöglichkeiten ist aber noch nichts bekannt.

Sony räumt den Spieleentwicklern mittels des Touchscreens und -Pads auf Vorder- und Rückseite, den beiden Kameras und der Bewegungssteuerung viele neue Möglichkeiten ein Spiele mit neuen Steuerungskonzepten zu entwickeln. “Augmented Reality” ist hier das Stichwort. Durch die Bewegungssteuerung kann durch einen virtuellen Raum navigiert werden. Oder man kann mit Hilfe des Touchpanels auf der Rückseite in die Spielwelt eingreifen und den Boden anheben.

Sony plant außerdem Spiele für PS3 und PSV zu entwickeln (oder entwickeln zu lassen, liegt ganz im Gutdünken der Entwickler) die miteinander interagieren können. In einer Demo von Wipeout wurde bereits demonstriert, wie PS3 und PSV Spieler am selben Spiel teilnahmen.

Bemerkenswert ist außerdem, dass Metal Gear Solid Godfather Hideo Kojima eine PSV Demo von MGS4 demonstrierte, die ohne großartige Anpassungen ruckelfrei abgespielt werden konnte. Darin äußerte sich schon früh die Absicht Wohnzimmer und on-the-go zerfließen zu lassen. Muss man das Haus verlassen speichert man auf der PS3 sein Spiel, nimmt PlayStation Vita mit und spielt darauf unterwegs weiter. Eine super Idee wie ich finde!

Bereits angekündigte Spiele

  • Uncharted: Golden Abyss
  • Hustle Kings
  • Everybody’s Golf Next
  • Killzone
  • Wipeout 2048
  • Resistance
  • Little Big Planet
  • Call of Duty

Weitere Spiele außerdem hier.

Ausblick

Sony gab an noch Ende dieses Jahres eine Veröffentlichung von PlayStation Vita anzustreben (trotz Fukushima). Der Preis für das Gerät soll – ähnlich wie der Nintendo 3DS – bei 250 EUR liegen, 300 EUR für die Variante mit 3G.

Weblinks

Ankündigung im PlayStation.Blog

Das PSN ist nicht das einzige, das Sony verkackt hat

Es mag jetzt vielleicht so ausschauen, als ob ich auf nem Sony-bash-wahn bin, aber das bin ich nicht. Weil eigentlich macht Sony keine schlechten Sachen: die CD, den Walkman, die Blu-Ray Disc. Nur manchmal leistet sich dieses Multimedia Konglomerat Schnitzer, die dann so tief sind, dass man ernsthaft an der Glaubwürdigkeit zweifeln möchte. Über Twitter habe ich mal alle Nachrichten mit #PSN angesehen und bin dabei über ein paar weitere Schnitzer gestolpert, die ich hier mal dokumentieren möchte.

PSN/PS3 Hack

Klar, das ist derzeit der übelste Schnitzer schlechthin für den Sony nicht nur von den Medien, sondern auch von den Kunden heftig kritisiert wird. Wie ich schon in meiner Version der PSN E-Mail kritisiert habe, ist Sony in bezug auf die PS3 IT-Sicherheitstechnisch nicht das erste Mal auf die Schnauze gefallen. Lest den Backstory-Teil, wenn ihr wissen wollt, wie sich das alles hochgeschaukelt hat.

Die Theorien, wie es dazu kommen konnte, gehen auseinander. Manche meinen die Gruppe “Anonymus” wäre in das PSN eingedrungen und hätte die Daten entwendet, da sie ja zuvor schon Sony den “digitalen Krieg” erklärt haben. Andere Berichte gehen in die Richtung, dass mit einer gehackten Firmware auf Entwicklerebene auf den PlayStation Store zugegriffen wurde, was das Herunterladen von Inhalten kostenlos machte. Und manche vermuten sogar Geohot hinter den Angriffen – dieser dementiert sie aber mit der Begründung, dass er solche Praktiken verurteilt: “Ich bin doch nicht verrückt und würde es vorziehen auf einen Besuch vom FBI zu verzichten.”

Fakt in der ganzen Angelegenheit ist, dass die Datenbanken mit über 70 Mio Datensätzen über PSN User unverschlüsselt waren. Selbst wir hätten ohne Mühen alle Daten durchschauen und jedem eine E-Mail schicken können: “Ich weiß wo dein Haus wohnt – ehrlich: [adresse hier]“. Einzig die Kreditkartendaten, die auf 2,2 Mio Datensätze geschätzt werden, waren verschlüsselt gespeichert. Die Berichte, dass es schon bei einzelnen Leuten zu finanziellen Schäden gekommen ist finde ich fragwürdig, da nicht eindeutig betitelt wurde, ob es sich um Kreditkarten in Verbindung mit PSN Accounts handelt.

Deshalb ist auch mein Vertrauen in Sony mehr als angeknackst, und da bin ich nicht alleine. Allein wie lange Sony gezögert hat, seine Kunden über diesen Sachverhalt zu informieren ist eine Frechheit (Festgestellt: 17.-19. April – benachrichtigung per E-Mail: 23. April). Und nicht ein Wort von Entschuldigung in der E-Mail, nur Dankeschön für die Geduld! Eine Firma die so leichtfertig mit den Daten umgeht, die sie von mir haben will, verdient kein Vertrauen. Aber was will ich machen? Ich will noch weiter Inhalte aus dem PlayStation Store beziehen und dazu brauche ich nun mal einen PSN Account. Das einzige, worüber ich mich freuen kann ist, dass ich keine Kreditkarte habe und auf Guthabenkärtchen angewiesen bin. Sony ist einfach zu dekadent um zu erkennen, dass sie sich mit der Underground-Szene einfach nicht anlegen sollten. Denn die Antwort war genau dieser ganze Datenklau. Auch wenn Anonymus die Angriffe auf die Kundendaten dementiert, so kann man nicht ausschließen, dass es immer Untergruppierungen gibt, die etwas radikaler vorgehen und das wird wohl passiert sein.

Backstory

Als Ende letzten Jahres öffentlich vorgeführt wurde, dass Sony als Zufallszahl zum digitalen Signieren ihrer Inhalte auf der Konsole immer dieselbe Zahl benutzt löste das helles Gelächter auf der 27C3. Normalerweise lässt man eine Zahl wirklich zufällig generieren, wenn man etwas vor neugierigen Augen verschlüsseln will. Sony aber benutzt aus unerfindlichen Gründen (oder einfacher Schlamperei) immer dieselbe Zahl. Im folgenden Video vom 27C3 wird ab ca. 35:17 erklärt, was Sache ist (Achtung: Mathe!).

Da fragt man sich natürlich jetzt: Wieso war das bei der Xbox 360 und Wii anders? Nun, da die PS3 bei ihrer Markteinführung schon damit angepriesen wurde, sie sei ein vollwertiger Computer mit der Möglichkeit Linux zu installieren (wobei die PS3 unter 1 GB RAM hat, was nicht gerade angenehmes Arbeiten verspricht; ich hab’s mal probiert und es war grau-en-haft!), war die Konsole schon von vornherei für Hacker nicht allzu interessant. Eine Devise lautet nämlich: Wenn Linux auf bestimmter Hardware nicht läuft, dann wird sie gehackt, bis es läuft.

Als Sony mit der PS3 “Slim” seine überarbeitete Version auf den Markt brachte, fehlte die Unterstützung für Linux urplötzlich. Die neue Firmware 3.0 wurde zur selben Zeit freigegeben und erlaubte auf den älteren Modellen noch die Nutzung eines “OtherOS”. Ab da an dürften einige doch hellhörig geworden sein. Warum hatte Sony die Möglichkeit entfernt? Richtig los ging es erst als “Geohot” die Platine seine PS3 gezappt hatte und auf einen Speicherbereich zugreifen konnte, der ihm eigentlich verwährt sein sollte. Hilfe nahm er sich dabei von der “OtherOS” Option und einem selbstgeschriebenen Linux-Kernel Modul. Sony hat sich sofort in die Hosen gemacht und mit dem Firmware Update 3.21 Linux komplett von allen PS3 Konsolen verbannt. Und das brachte den Stein erst richtig ins Rollen.

Nun machten sich einige daran auch für die PS3 Custom Firmwares zu schreiben. Geohot war einer der ersten, die die Linux-kompatibilität wiederherstellten. Natürlich war die komplette Piraterie-Szene in hellem Aufruhr und machte sich Hoffnungen auf ISO-Loader und was-weiß-ich. Aber das sollte erst später kommen – und zwar in Form von PS3 Jailbreak USB-Dongles. Dieser wies die PS3 als Entwickler-Kit aus und erlaubten einige Dinge, u. A. das Kopieren von PS3 Spielen auf die Festplatte.

Zwischenzeitlich bracht Sony mit dem Firmware Update einige Klagen vom Zaun. Viele fühlten sich betrogen, dass ein angeworbenes Feature einfach so gestrichen wurde und das Gerät somit an Funktionalität und Wert eingebüst hatte.

Fail0verflow veröffentlichte trotz ihrer Entdeckung die Keys nicht. Das tat Geohot anfang Januar 2011. Mit diesen Keys war es jedem möglich selbstgeschriebene Software mit den selben Rechten auf der Konsole auszuführen wie Sony selbst. Sony waren die Hände gebunden. Man hätte zwar die Keys mit einem weiteren Update ändern können, doch das hätte zur Folge gehabt, das alle Spiele bis zu diesem Zeitpunkt nicht mehr von der Konsole akzeptiert werden würden. Also verklagte Sony lieber jemanden für ihre Schlamperei, anstatt etwas auf IT-Ebene dagegen zu tun.

Rootkits auf Audio CDs

Zuerst mal: Was ist ein Rootkit?

Rootkit

Ein Rootkit ist eine Technologie oder auch Software, die dazu dient Malware vor dem Benutzer und der Sicherheitssoftware zu verstecken. Dazu greift das Rootkit tief in das Betriebssystem ein, wartet auf Anfragen an das Betriebssystem und manipuliert die Antworten an den Benutzer oder die Sicherheitssoftware.

Aus dem Chip.de Glossar: http://blog.chip.de/0-security-blog/glossar/

Sony hat im November 2005 auf Computern, die diese preparierten Audio CDs abgespielt haben solche Rootkits installiert, um das Kopieren zu erschweren. Doch da Rootkits eben bestimmte Dinge vor dem Benutzer verbergen hatte es auch ein Schlupfloch, das Hacker wiederum dazu benutzen konnten in die Systeme der Nutzer einzudringen. Ich meine: Wie dreist muss man als Firma sein den Kunden wohlwissentlich Malware auf den Rechner zu schleusen, die dann auch noch so löchrig geschrieben ist, dass Hacker das System kompromittieren können um daraus eine weitere Viren- oder Spamschleuder zu machen, nur damit sie nicht kopiert werden können? Vielen Dank auch, Sony! (nicht!)

Fehlerhafte Akkus

Ihr habt bestimmt auch von den explodierenden Laptop Akkus gehört? Das war November 2006, gerade mal ein Jahr später.

Obwohl Sony bei Laptops auch eher nur Mist baut (meine Lehrerin hatte ein Vaio und OMG, war das laaaaahhhhhmmmm. Es war immer eine Qual das Ding zu optimieren, wenn es hieß: Der ist so langsam, kann man da nichts tun? Am liebsten hätte ich gesagt: Nee, is’n Vaio, da is Hopfen und Malz verloren) sind sie doch ein großer Zulieferer von Laptop Akkus. Nur zu dumm, wenn große Laptophersteller insgesamt über 5 Mio Laptops zurückrufen müssen, weil der Akkuhersteller geschlampt hat.

PS3 viel zu teuer

Okay, okay. Heute kostet das Ding “nur noch” 300-400 EUR. Aber wer erinnert sich nicht, als es zur Markteinführung noch das Doppelte kostete und gerade mal eine halb so große Festplatte verbaut war. Bis die PS3 dann auch mal da war, war die Xbox 360 trotz des RRoD weiter verbreitet und akzeptiert (ebenso die Wii mit ihrer neuartigen Bewegungssteuerung), dass die PS3 kaum Fuß auf dem Markt fassen konnte. Dazu kommt auch noch, dass Sony für die PS3 auch noch draufgezahlt hat und die Entwicklung von Spielen eher kompliziert gewesen sein soll, was wohl auch den Mangel an guten Spielen erklärt hat.

Nicht zu vergessen, dass Linuxkompatibilität nicht das einzige ist, das nach dem Verkaufsstart gestrichen wurde. Komischerweise blieb die PS1 Kompatibilität. Wahrscheinlich auch nur um die Virtual Console der Wii abzukupfern.

iTunes Abklatsch, die erste

Wusstet ihr auch schon, dass Sony schon mal versuchte iTunes von Apple zu immitieren? Nein? Ich auch nicht. Das ganze Projekt schimpfte sich allerdings “Connect” und hielt sich gerade mal 14 Monate – und das auch nur in Japan und Europa. Jetzt versuchen sie es halt wieder. MediaGo ist ja schon fast ähnlich aufgebaut wie iTunes und dieses Qriocity (ausgesprochen wie “curiosity” = Neugierde) soll wohl die Musik bringen. Als Abo versteht sich, die Kohle darf man sich doch nicht so leichtfertig durch die Lappen gehen lassen!

Meeeiiiinnnn Formaaaaaat

Sony braucht bei Formaten immer ne Extrawurst. Hier ein Beispiel:

Das erste Mal, dass ich mal doof geschaut hab, war wohl, als ich einer Freundin Musik auf meinem Handy zeigen wollte, aber dann der Akku leer war. Kein Problem, dachte ich, ich nehm die SD-Karte einfach raus und wir tun sie in ihr Handy! Pustekuchen! Sony Ericsson Handys nehmen nämlich nur den SD-Klon von Sony, genannt Memory Stick. Die sind zu SD seblstverständlich inkompatibel und finden nur in Sony Produkten Anwendung, u. A. die PSP, Kameras, Handys usw.

Bei der PSP kann’s mir ja egal sein, aber bei Handys und Kameras ist es wohl etwas übertrieben. Und Sony wäre ja nicht Sony, wenn es nicht zigtausende Varianten und Revisionen ihres SD-Klons rausgebracht hätte.

Apropos PSP: Jedem dürfte wohl geläufig sein, dass für die PlayStation zum überall mit hinnehmen ein völlig neues Disk-Format entwickelt wurde: die UMD! Eigentlich keine schlechte Sache. Eine Mini-Disc mit einer Speicherkapazität von bis zu 1,8 GB, genug für tolle Spiele, Filme und Musik! Die UMD hätte die Welt des mobilen Entertainments revolutionieren können, wie die MiniDisc zuvor! (ich kann nicht glauben, dass ich den Vergleich zieh)

Aber: hätte, hätte, Fahrradkette…

Die UMD hat sich bei den großen Filmstudios nicht durchgesetzt und so auch nicht in anderen Geräten als der PSP. Musik UMDs gab’s nur in Japan und selbst heute sind Film UMDs eine Seltenheit in den Kaufhausregalen. Auf Amazon kann man sogar noch ein paar Serien auf UMD kaufen. Ich hab auch 2 Video UMDs daheim: Steamboy und Bullyparade. Wobei ich es der PSP schon gegönnt hätte, wenn das Format besser angekommen wäre. Doch selbst Spielehersteller beschweren sich, dass nur Sony in der Lage ist UMDs herzustellen. Die müssen nämlich ein Master-Image an Sony schicken, die es dann auf eine UMD bringen. Damit sind wir auch schon beim nächsten Kritikpunkt: Es gibt keine UMD-Brenner. Warum nicht? Ich weiß es nicht, aber ich bin sicher nicht der einzige, der sich denk, dass das Format wie die CD und DVD viel akzeptierter gewesen wäre, wenn es Brenner dafür gegeben hätte. Aber mal abgesehen davon, kann man ja auch so Videos vom Memory Stick der PSP schauen. Hm… wenigstens keine Rohlinge, die irgendwann nutzlos werden und als Frisbee enden, naja…

Aber zum Glück hat Sony ja auch wieder den Weg in die Zukunft zeigen wollen, für die niemand bereit war zu zahlen: die PSPgo. Mal ehrlich, wer kommt auf die total bescheuerte Idee eine Revision rausbringen, bei der ich alle meine Spiele, die ich schon habe, nochmal kaufen muss? Was hätte gegen ein System gesprochen, mit dem ich nur eine Seriennummer eingeben muss, um das Spiel kostenlos als Download zu erhalten? Ich sag’s euch: CASH! Reine Geldmacherei! Und dann ist die PSPgo auch noch teurer als der Vorgänger obwohl das UMD Laufwerk fehlt und nicht mal die gleichen Memory Sticks passen (es mussten nämlich Memory Sticks M2 verwendet werden, der Klon zu Micro SDs). Es wird sich noch ziegen müssen was das PlayStation Handy Xperia Play so bringen wird. Und nicht zu vergessen die NGP.

Mal so am Rande des Format-Wahnsinns: Kennt irgendwer eigentlich das ATRAC Format für Audio Dateien? Nicht? Dann habt ihr auch nichts verpasst. Es sollte ursprünglich ein stromsparendes Format für Audio sein. Pffff-bwaaahahaha. Sorry, aber wenn man am Audioformat Strom sparen möchte, dem muss entweder langweilig sein oder die Chefetage von Sony wusste mal wieder nicht, was sie ihren Ingenieuren zu arbeiten geben sollte.

Die SACD kennen wahrscheinlich auch nur die wenigsten, und dann vielleicht auch nur, weil sie in der Wikipedia mal die Formate durchgeklickt haben. Die Unterstützung für SACD wurde aus der PS3 ja auch gestrichen (von Audio-DVDs red ich gleich gar nicht) und soll jetzt durch Audio Blu-Rays ersetzt werden, die wahrscheinlich genauso Ladenhüter werden, wie alle ihre Vorgänger. Weil realistisch betrachtet: Kein Opernliebhaber kauft sich eine PS3 wenn darauf so kontroverse Spiele wie CoD:MW2 rausgebracht werden, nur damit er sich im Heimkino klang eine Oper auf Blu-Ray anhören kann.

Andere Lacher sind noch die HiFD (“Die Diskette des 21. Jahrhunderts!”) und die Blu-spec CD (Was ist das denn? Genau).

Tolle Kamera, scheiße umgesetzt

Man soll’s nicht glauben, aber eine Kamera mit Wi-Fi Anbindung war auch mal eine Vision von Sony. Doch auch 10 Megapixel und 4x Zoom konnten kaum wett machen, dass die Kamera nur Wi-Fi only war (d. h. ein Netzwerk musste in der näheren Umgebung sein, um die Fotos irgendwo hochladen zu können) und mit 499 EUR einfach ihr Geld nicht wert war.

Was regt euch noch so an Sony auf? Schreibt es mir in die Kommentare!

Weblinks

Sony’s missteps through the years – cnet
Sony: Personal info compromised on PSN – cnet

Meine Version der PSN E-Mail

Sony hat es endlich mal geschafft, die E-Mails an die über 70 Mio. PSN User zu schicken in denen sie so ziemlich erklären, dass sie Mist gebaut haben. Anders als die meisten bin ich nicht darüber verärgert, dass ich nicht online daddeln kann, sondern viel mehr darüber, wie man IT-Sicherheitstechnisch so auf ganzer Linie versagen kann.

Und weil mich heute früh das Verlangen gekitzelt hat die E-Mail zu parodieren/satiren hab ich’s einfach mal versucht. Viel Spaß!

Achtung, Satire!

Verscherzte PlayStation Not-work und iTunes-Abklatsch Kunden,

wir mussten feststellen, dass wir nicht nur zu dumm sind unsere PS3 effektiv vor Hackern zu schützen und die Software verkackt haben, sondern auch nicht mal unsere Online-Server mit all euren Daten vernünftig abgeriegelt haben. Wer konnte aber auch ahnen, dass wenn wir uns mit diesen Unterground-Clowns in Muttis Keller anlegen so ‘ne Antwort kommt? Als Folge dieser Eingriffe haben wir:

  1. sofort den Stecker gezogen
  2. eine nicht genannte aber super-tolle Sicherheitsfirma damit beauftragt unsere Scheiße wegzuräumen
  3. und obwohl wir ‘ne andere Firma brauchen um den ganzen Mist untersuchen zu lassen mal angefangen die Kisten durch die Gegend zu schieben, damit es wenigstens den Eindruck erweckt wir würden was tun. Eure Daten sind zwar geklaut worden, aber wir hoffen einfach mal, dadurch kommen die wieder.

Uns ist schon klar, dass Ihr übelst angepisst seid, weil Ihr nicht mehr mit Euren 1337-skillz online prollen könnt, aber das ist uns gegenwärtig vollkommen egal.

Während wir hier versuchen die Scheiße wieder grade zu biegen geben wir mal ‘nen Überblick drüber, was alles geklaut wurde:

Name, Adresse (Stadt, Bundesland, Postleitzahl), Land, E-Mail Adresse, Geburtsdatum, PlayStation Not-work/iTunes-Abklatsch Passwort und Login sowie PSN Online ID. Mal davon abgesehen haben die vielleicht noch Eure Kreditkartendaten geklaut, also schaut Euch besser mal um, wo euer Geld hin wandert (wenn schon nicht zu uns, damit wir noch mehr Scheiße mit Erdbeeren produzieren können, den unsere stümperhafte Marketing-Abteilung dann besser anpreisen kann, als sie ist). Ach ja, und für die kleinen unter Euch: die Daten Eurer Eltern sind auch weg, sorry! Die wo’s geklaut haben wissen jetzt auch, was Ihr Euch alles gekauft habt und wo Euer Haus wohnt.

Macht Euch schon mal darauf gefasst, dass die sich noch das holen wollen, was sie nicht aus den ganzen ungesicherten Daten raus lesen können. Die wissen ja jetzt, wo und wie sie euch finden. Es dürfte zwar klar sein, dass wir als dekadentes Multimedia-Konglomerat in keiner Weise von Euch wissen wollen, wie Eure Kreditkarten-, Sozialversicherungs-, Steueridentifikationsnummern lauten, aber es gibt ja immer ein paar Vollidioten die alles raushauen, was man sie fragt, weil sie von nix ‘ne Ahnung haben.

Wie immer sind Best Practices nach sowas, das Passwort zum Zugang zu ändern. Aber ups: Wir sind ja noch damit beschäftigt so zu tun als ob wir was dagegen unternehmen und haben den Stecker ja noch gar nicht wieder eingesteckt. Da müsst ihr wohl noch warten, bis wir meinen das Problem gelöst zu haben, bevor Ihr Euch selbst helfen könnt (oder die Arbeitszeiten der Mitarbeiter der mega-geilen Sicherheitsfirma, die wir Euch nicht sagen wollen, nicht überstrapazieren). Und falls jemand blöd genug ist sich nicht die Mühe zu machen für jedes Konto das er sonst wo hat ein eigenes Passwort zu erfinden, der sollte sich jetzt mal überlegen es nicht doch zu tun.

Vielen Dank, dass ihr unser tolles PlayStation Blog nicht zum explodieren bringt mit wüsten Beschimpfungen usw. sondern dafür Twitter und Facebook hernehmt (mal ganz nebenbei, bis das PSN wieder funzt könnt ihr das eh nicht). Unsere inkompetenten Mitarbeiter heucheln so viel sie können, um den Eindruck zu erwecken es ginge vorwärts. Uns sind Eure Daten mindestens genauso wichtig wie den Hackern, die sich damit auch den Arsch vergolden lassen wollen. Solltet Ihr allerdings doch den Drang verspüren uns den Arsch aufzureißen, schaut doch mal hier vorbei: de.playstation.com/psnoutage. Das Geld von der Kostenpflichtigen Call Center Hotline können wir auch brauchen.

Mit freundlichen Grüßen,
Sony Not-work Entertainment und die Sony Computer Un-Entertainment Teams

Geballte Power in der Jackentasche

“The Power is now in your hands”

Heute hat Sony auf seinem Event in Tokyo die nächste “PSP” vorgestellt. Unter dem Codenamen “NGP” (Next Generation Portable) stellte Sony VP Kaz Hirai den nächsten Handheld vor, der allerdings erst zur “Holliday Season” also Winter/Weihnachten rum erscheinen soll. Die “NGP” ist die bisher leistungsstärkste Portable Konsole (wenn man den Spezifikationen glauben darf).

Im Inneren werkelt ein ARM Cortex-A9 Quad-Core CPU mit angeblich 1 GHz. Ja, richtig gelesen. Ein QUAD-Core! 4 x 1 GHz in einem Handheld. Dazu gesellt sich eine PowerVR SGX543MP4+ GPU, die, so wie ich mich auf die schnelle umschauen konnte, auch in einigen Geräten Apple als Grafikeinheit zum Einsatz kommt. Außerdem ist auf der Rückseite wie schon oft berichtet ein kapazitives Touchpad angebracht, das man mit den Fingern, mit der man die “NGP” hält, bedienen kann. Auch zwei Kameras (1x vorne, 1x hinten) gehören zur Grundausstattung, ebenso wie Stereo-Lautsprecher, ein Mikrophon und WLAN. Aber halt… es gibt noch mehr!

Laut den Spezifikationen kommen in der “NGP” auch die Bewegungstechnik bekannt aus Move zum Einsatz: ein Gyroskop und ein Beschleunigungssensor. Oben drauf gibt’s dann noch einen elektronischen Kompass, GPS, Bluetooth und 3G Mobilfunk! Und nein, es handelt sich hierbei nicht um ein Handy. Das scheint Sony abzuspalten und als eigenes Produkt der Sony Ericsson Marke herauszubringen. Aber das sollte es uns ermöglichen mit der “NGP” online zu gehen, wo immer wir möchten. Wie es aber mit der Bereitstellung von 3G in Deutschland aussieht, ist derzeit nicht bekannt. In Japan übernimmt DoCoMo die Bereitstellung von 3G Netzen. Ach ja, hab ich schon erwähnt, dass ein zweiter Analogstick dazugekommen ist?

Das 5″ OLED Touch-Display (Jup, vorne lässt sich auch rumfingern) löst mit 960 x 544 Pixeln 4x so hoch auf, wie derzeit erhältliche Versionen der PSP. Spiele werden zwar nicht mehr über UMDs ausgeliefert, aber die Rede ist von einem neuen Flashspeicher-basierten Medium neben dem Vertrieb per Download. Auf dem Flashspeicher sollen neben den Spieldaten auch Add-ons und Spielstände abspeichern lassen, also nicht wie bisher auf einem Memory Stick oder dem internen Speicher.

Es wurden auch schon ein paar Spiele vorangekündigt:

  • Hot Sports Golf
  • Gravity Daze
  • Killzone
  • Reality Fighters
  • Smart As
  • Broken
  • LittleBIGPlanet
  • Little Deviants
  • WipEout
  • Resistance
  • Yakuza
  • Lost Planet
  • Monster Hunter
  • Dungeon Defenders
  • Call of Duty
  • Uncharted

Als Dritthersteller haben sich auch schon Square Enix (war ja auch nicht anders zu erwarten) und Level5 gemeldet.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Alle Angaben sind natürlich wie immer ohne Gewehr… öhm… Gewähr natürlich!

Weblinks

Sony’s next PSP, codenamed NGP – engadget.com
Sony’s next-gen PSP (NGP) has a quad-core ARM Cortex-A9 processor, quad-core GPU as well – engadget.com
Sony’s next PSP (codename NGP): a closer look