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Diablo 3 Probleme lösen sich, tausende Fanboys völlig aufgelöst

Ich amüsier mich ja zurzeit köstlich über das Spektakel von Diablo 3. Nicht, dass ich nicht auch voll ralle auf das Spiel wär, ganz im Gegenteil. Ich hab auch am Beta-Wochenende teilgenommen (oder es zumindest versucht), aber das war ja auch der letzte Brainfuck. Erst sind die Login-Server aufgrund des Ansturms explodiert und dann konnte man sich nur auf den US-Servern einloggen. Und keiner sagt mir was!

Aber jetzt stellt sich nach Release die große Ernüchterung ein, dass Diablo 3 einem nicht so die Klöten abreißt, wie es sich viele vielleicht erhofft hatten.
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Final Fantasy est mort, vive le Final Fantasy

Okay, das ist ein Thema, für das ich den letzten Artikel nicht einfach nur update, weil das schon wieder viel zu groß werden wird.

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Japaner beschweren sich über Final Fantasy XIII-2?!

Ich glaub es hakt! Den Japanern ist Final Fantasy XIII-2 nicht linear genug.

Sowas hätte ich normalerweise nur von verwöhnten Westweltlern erwartet, aber von den Japanern selbst?! Das Spiel ist noch nicht mal eine woche draußen und schon wird es von den Fans verrissen. Und dabei hat Square Enix mit Final Fantasy XIII-2 doch so sehr versucht den Wünschen und Rufen der Fans gerecht zu werden und das Spiel genau nicht zu linear zu machen. Also wenn das der Dank dafür ist, dass man sich Feedback zu herzen nimmt, dann kann ich mir vorstellen, dass es immer schwieriger wird die Fans glücklich zu machen. Sogar die Xbox 360 Version ist technisch auf demselben Level wie die PS3 Version, was ja das letzte Mal nicht der Fall war. Da half wohl auch die Bewertung der Famitsu (40/40) nicht mehr viel (wobei man auch sagen sollte, dass die Punktebewertung bei SE Spielen generell immer hoch ausfällt. HMMMMMM…! Haben da etwa die Illuminaten was damit zu tun?!).

Es könnte natürlich auch durchaus sein, dass es sich hier um eine Diskrepanz zwischen japanischen und westlichen Fans handelt. Westliche Fans haben anscheinend gerne mehr Freiheit beim Rundgang durch eine Spielwelt. Sicherlich ein Effekt, der durch westliche Rollenspiele mit großen Spielwelten geprägt ist (wie z. B. dem nicht vor all zu langer Zeit veröffentlichtem Skyrim).

Wohingegen japanische Fans lieber eine lineare Geschichte erzählt bekommen. Oder sie haben sich an die Spielweise des Vorgängers gewöhnt und erwarteten dementsprechend das gleiche vom Nachfolger? Ich bin gespannt was nach dem 3. Februar 2012 die westlichen Fans sagen werden. Obwohl ich mir nicht allzu große Hoffnungen mache, denn seit Final Fantasy XIII liegt ja bekanntlich einiges im Argen.

Und “Fans” sind im allgemeinen bei mir sowieso auf demselben Level wie V-Männer bei der Polizei mit dem Intellekt und der nicht vorhandenen Fähigkeit zu differenzieren wie ein Milchbrötchen mit Furzknoten. Und damit mein ich all diejenigen, die sich das hier grad durchlesen und schon Gedanken über einen abwertenden Kommentar oder Flame machen: bei einem IQ von 6 grunzt die Sau. Alle anderen sind gern dazu eingeladen mir ihre Meinung mitzuteilen. Wir sind doch hier nicht bei ZebraConnection :P

In eigener Sache: Diese Wie-du-mit-so-ich-dir-Mentalität kotzt mich langsam aber sicher an

Ich habe mich in letzter Zeit vermehrt Fällen gegenüber gesehen, in denen ich auf der zwischenmenschlichen Ebene zwar nicht so ganz auf die feine englische Art argumentiert habe, dennoch scheint es meinem Gegenüber dann als allgemein angemessen es mir gleich zu tun. Mal abgesehen davon, dass ein solches Verhalten absolut kindisch ist und rein gar nichts zur Lösung eines bestehenden Konflikts beiträgt, verhärtet es außerdem noch die Fronten und trägt eher zur Eskalation bei.

Mich würde mal ernsthaft interessieren woher diese Mentalität kommt und wer zum Teufel das so weiterverbreitet hat, als sei es in Ordnung? Denn das ist es eben genau nicht! Fehltritte eines anderen sind kein Freibrief um sich nach Lust und Laune selbst weitere, vielleicht sogar noch größere zu leisten.

Für mich stellt sich in solchen Situationen nur eins klar in den Raum: mein Gegenüber ist ein Anhänger der beschissenen Ellbogengesellschaft in der wir leben, in der es darum geht seine Stärke und Überlegenheit zu beweisen. Doch das Bild von Stärke und Überlegenheit, das diese Gesellschaft vermitteln will, ist für mich eher ein Trugbild, das mehr und mehr zu ihrem eigenen Zerfall beiträgt. Muss diese Stärke und Überlegenheit denn immer darin bestehen dem anderen nicht auch einen fairen Prozess zu gönnen, in dem auch er die Möglichkeit hat seine Argumente vorzubringen und begründen zu können? Muss immer gleich mit Beleidigungen, Kraftausdrücken oder sogar Gewalt geantwortet werden, wenn die eigenen Argumente unterliegen?

Ich für meinen Teil sehe meine Stärke und Überlegenheit viel mehr darin einzugestehen, wenn ich mich in eine Sackgasse argumentiert habe. Wenn mich jemand in einer offenen und ernstgemeinten Diskussion aussticht, dann sehe ich meine Niederlage ein.

Etwas völlig anderes ist es allerdings, wenn solche 0-8-15 Streithähne meinen sich mit ihren fadenscheinigen Tunnelblicken auch noch zu Rühmen und die eigenen Ansichten dabei als Null, nichtig und vollkommen fehlgeleitet hinzustellen – ja, sich vielleicht sogar noch anzumaßen den salzbedeckten Finger samt Zitrone auf die Wunde zu drücken. Das ist eine Grenze die niemend überschreiten sollte, denn sonst wird es eklig.

Man sagt doch auch gerne mal: “Auf dieses Niveau möchte ich mich nicht herablassen.” Ach?

Anscheinend aber schon, wenn man sich durch die Fehltritte eines anderen dazu bemächtigt fühlt diese sogar noch zu toppen (ironischerweise aber das Niveau der Diskussion dadurch beständig weiter absinken zu lassen). Alles endet dann nur noch darin, dass man dem anderen die Worte im Mund herumdreht und kleinlich die Argumente des anderen zerpflückt, um seine eigenen argumentativen Fehltritte zu rechtfertigen oder besser darzustellen als sie eigentlich sind.

Nun ist mir durchaus bewusst, dass man gegen Hitzköpfe nichts machen kann, wenn sie erst mal in Fahrt sind, außer sich taktisch aus der Diskussion zurückzuziehen, sobald man merkt, dass man nur noch aneinander vorbeiredet und ein Machtkampf entsteht. Denn Sinn eines Streits ist ja eigentlich einen Konflikt aus der Welt zu schaffen, indem Kompromisse geschaffen werden. Nun ist es aber heutzutage wohl auch so, dass der eigenen Überlegenheit weitaus mehr Priorität eingeräumt wird, als dem friedvollen Beilegen einer Meinungsverschiedenheit. Auch scheint der Sinn des Wortes “Streit” immer mehr so verstanden zu werden, dass man sich während eines solchen mit wüsten Beschimpfungen bewerfen muss – muss man aber nicht, das geht auch friedvoller.

Meinungen sind nun einmal unterschiedlich und wenn man nicht übereinstimmt, gilt es einen Konsens – einen Mittelweg – zu finden auf den man sich gemeinsam einigen kann. Ich weiß selbst, auf was für dünnes Eis man sich mit einem solchen Unterfangen begeben kann und meist ist selbst mir die Gefahr einzubrechen zu groß und lasse dem anderen seine Meinung – egal für wie bescheuert ich sie halten mag. Denn mir ist nicht danach ein stures Kind zu bekehren, das sich nicht bekehren lassen will, weil es nicht über den eigenen Tellerrand hinausblicken kann.

Abschließen möchte ich dieses sozialpsychologische Ranting mit einem Zitat:

“Nichts ist häufiger, als dass am Ende eines Streits beide Gegner um die Wette Unsinn reden.”

– Ferdinando Galiani, Dialoge